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Thomas Beatie: "Schwangerer Mann" erneut schwanger

Der "schwangere Amerikaner" Thomas Beatie erwartet offfenbar erneut ein Kind. Das hat der Transsexuelle US-Medien zufolge in einem Interview enthüllt. Beatie, der mit seiner Ehefrau Nancy zusammenlebt, hatte bereits mit seiner ersten Schwangerschaft weltweit Schlagzeilen gemacht.

Der Amerikaner Thomas Beatie, der als "schwangerer Mann" weltweit für Aufsehen sorgte, wird offenbar erneut Vater. Beatie erwarte sein zweites Kind, berichteten US-Medien am Donnerstag. Der Transsexuelle habe dies in einem Interview mit der amerikanischen Star-Moderatorin Barabara Walters enthüllt.

Beatie, der rechtlich gesehen ein Mann ist, hatte im Juni dieses Jahres ein Mädchen zur Welt gebracht. Nach der Geburt von Susan Juliette habe er seine Behandlung mit männlichen Hormonen nicht wieder aufgenommen, um die Möglichkeit zu haben, ein zweites Kind zu bekommen, sagte der 34-Jährige.

"Ich fühle mich gut", schilderte Beatie in seinem ersten Fernsehinterview seit Susans Geburt seine zweite Schwangerschaft. "Alles läuft wie vorgesehen." Der errechnete Geburtstermin sei der 12. Juni 2009.

Vater war mal eine Frau

Beatie war als Frau zur Welt gekommen, hatte sich aber vor zehn Jahren einer teilweisen Geschlechtsumwandlung unterzogen. Er lebt als Mann mit seiner 46-jährigen Ehefrau Nancy zusammen. Das Paar hatte sich zur "männlichen Schwangerschaft" durch künstliche Befruchtung entschlossen, weil Nancy nach einer Unterleibsoperation nicht schwanger werden konnte. Beatie hatte sich vor mehreren Jahren die Brüste entfernen lassen und eine Therapie mit dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron begonnen. Allerdings ließ sich die ehemalige Frau damals weder Eierstöcke noch Gebärmutter entfernen.

Mit seiner ersten Schwangerschaft hatte der Transsexuelle für viel Aufsehen und Kritik gesorgt. "Ein eigenes Kind zu haben, ist weder ein männlicher noch ein weiblicher Wunsch - es ist ein menschlicher Wunsch", verteidigte sich Beatie damals. Die kleine Susan war am 29. Juni in einem Krankenhaus in Bend im US-Bundesstaat Oregon auf natürliche Weise zur Welt gekommen. Nach Angaben der Eltern zogen sich die Wehen über 40 Stunden hin.

mad/DPA / DPA