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Kalifornien Frau stürzt mit Auto von Klippe - und hält sich mit Kühlwasser am Leben

Eine Klippe mit Brücke
In den USA ist eine junge Frau mit ihrem Jeep von einer Klippe gestürzt - Freunde und Familie suchten eine Woche lang nach ihr (Symbolbild)
© Bildagentur-online/Tetra-Images/ / Picture Alliance
Eine junge Frau verschwindet spurlos. Freunde und Familie sind alarmiert. Nun ist klar: Die Frau lebt. Ein Sturz von einer Klippe wäre ihr fast zum Verhängnis geworden.

Am 7. Juli fuhr Angela Hernandez mit ihrem Jeep von Portland nach Los Angeles. Dort wollte sie ihre Schwester besuchen. Doch die 23-Jährige kam nie an. Der schlimme Verdacht: Der jungen Frau musste etwas auf der 1600 Kilometer langen Strecke zugestoßen sein. Doch wo sollten die Behörden anfangen zu suchen? Teile der Strecke führen an der Küste entlang und sind schwer einzusehen.

Nun rettete offenbar ein Zufall das Leben der jungen Frau: Wanderer entdeckten am Freitag ein Autowrack. Es lag am Fuße einer 60 Meter tiefen Klippe in der Nähe des Küstenstreifens Big Sur im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Wanderer alarmierten die Polizei.

Die Beamten fanden vor Ort nicht nur das Autowrack, sondern auch die vermisste junge Frau. Wie aus einer Polizeimitteilung hervorgeht, konnte Hernandez laufen und sprechen. Nach Angaben der "BBC" hatte sich die junge Frau bei dem Sturz an der Schulter verletzt und offenbar eine Gehirnerschütterung davongetragen. Was war geschehen?

Wie die "BBC" berichtet, wollte Hernandez einem Tier auf dem Highway 1 ausweichen und steuerte ihren Wagen über die Klippe. Von Salzwasser umgeben, habe sie Wasser aus der Kühlung ihres Jeeps trinken müssen, um zu überleben. Nach Angaben des "Guardian" habe sich die junge Frau zwar selbstständig aus dem Autowrack befreien können. Sie habe es aber nicht geschafft, die steile Klippe nach oben zu klettern und auf sich aufmerksam zu machen.

"Sie ist eine Kämpferin"

John Thornburg, der Sprecher der zuständigen Polizeidienststelle von Monterey, erklärte, die Fahrerin habe großes Glück gehabt. "Üblicherweise ist der Sturz bereits tödlich, oder das Wasser des Ozeans. Sie kann von Glück reden, dass sie beides überlebt habt."

Auch die Schwester der Verunglückten zeigte sich erleichtert und veröffentlichte am Samstag eine Mitteilung auf Facebook: "Meine Schwester lebt, sie redet und versucht derzeit, das alles irgendwie zu verstehen", schreibt Isabel Hernandez. "Sie ist eine Kämpferin, sie hat so lange gekämpft und wird das weiterhin tun. Es wird nicht leicht sein, sich davon zu erholen."

ikr

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