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Video Bahn fährt Milliarden-Verlust ein

Die Deutsche Bahn kommt in der Corona-Krise nicht aus den roten Zahlen. In den ersten sechs Monaten des Jahres steht unter dem Strich ein Minus von über 1,4 Milliarden Euro, wie aus Konzerndokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen. Vor allem der Fernverkehr mit ICE und IC war dafür verantwortlich. Hier wirkte sich aus, dass die Bahn ihre Züge trotz geringer Auslastung auch auf Wunsch des Bundes ohne große Einschränkungen weiterfuhr. In der Pandemie lag die Auslastung der Züge zeitweise nur bei 20 Prozent, davor waren es über 50 Prozent. Die Abschreibungen auf die neuen ICE-4-Züge belasteten zusätzlich. Am Ende wies der Fernverkehr im ersten Halbjahr mehr Verluste als Umsatz auf. Zusätzlich muss das Unternehmen jetzt die Milliarden-Schäden der Flut beheben. Zudem droht ein Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL. Die Lage bei der Deutschen Bahn war allerdings schon lange vor der Corona-Krise kritisch. Material- und Personalmangel drückten auf die Pünktlichkeit besonders im Fern- aber auch im Güterverkehr. Die Schulden liegen inzwischen um die 30-Milliarden-Euro-Grenze und der Konzern braucht weitere Hilfe vom Eigentümer Staat. Als Corona-Hilfe und aus dem Klimapaket hatte die Bundesregierung über zehn Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Wegen möglicher Benachteiligung von Bahn-Konkurrenten ist die EU-Kommission allerdings zögerlich mit der Genehmigung. Die Bahn will ihre Halbjahresbilanz am Donnerstag vorstellen.
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In der Corona-Pandemie lag die Auslastung der Züge zeitweise nur bei 20 Prozent, davor waren es über 50 Prozent.

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