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Video der Woche: Das Foltervideo von Amnesty

Es sind Bilder, die erschrecken und verstören: Ein neuer Videospot der Menschenrechtsorganisation Amnesty International prangert die Methoden des sogenannten Waterboarding an - eine Foltermethode, wie sie die CIA bei Terrorverdächtigen anwendet. Der Spot soll bald in die britischen Kinos kommen.

Das rund 90-sekündige Video beginnt ganz harmlos: In der ersten halben Minute sieht man Wasserfontänen plätschern. Die sinnlichen Bilder sind mit sanfter Musik unterlegt. Dann der Schock: Eine Hand im Latexhandschuh drückt den Kopf eines Mannes brutal nach unten. Dabei wird dem gefesselten Opfer Wasser in den Mund und die Nase gegossen. Der Mann wehrt sich, seine Hände zittern, er steht Todesängste aus.

Diese Art der Folter nennt man Waterboarding. «Der Film zeigt das, was der amerikanische Geheimdienst gerne geheim halten würde - den grausamen Anblick eines fast ertränkten Menschen», erklärte Kate Allen, Direktorin von Amnesty International. Der Spot sei für die Zuschauer schockierend, weil die ersten Bilder den Eindruck erweckten, es handele sich um eine Werbung für ein Mineralwasser oder eine Wodka-Marke. Erst dann werde deutlich, was mit dem Mann geschehe.

Der US-Sicherheitsexperte Malcolm Nance fordert die sofortige Beendigung des Waterboarding. Bei dieser Methode handle es sich eindeutig um Folter. Er selbst habe Hunderte von US-Geheimdienstlern trainiert, das Waterboarding auszuhalten. Er sei zuftiefst beschämt, dass US-Präsident George W. Bush diese Methode zulasse und den Ruf der USA beschmutze.

Ab dem 9. Mai wird der Spots in britischen Kinos in den Werbeblocks vor dem eigentlichen Film zu sehen sein.

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