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Video Erneut heftige Proteste in Kolumbien

Drei Monate nach dem Beginn der Proteste gegen die Regierung in Kolumbien kam es am Mittwoch in der Hauptstadt Bogota erneut zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstrierenden. Nach Angaben der Behörden wurden dabei sechs Einsatzkräfte verletzt. Wieviele Protestierende verletzt wurden, war unklar. Ein Sprecher sagte, dass man sieben Personen festgenommen habe, zudem habe man drei Minderjährige in Gewahrsam genommen. Bei den überwiegend friedlichen Demonstrationen der vergangenen Monate gegen die rechtsgerichtete Regierung von Präsident Ivan Duque fordern die Menschen eine tiefgreifende Polizeireform und eine bessere medizinische Versorgung. Auch Investitionen in das Bildungssystem sowie ein Grundeinkommen für ärmere Menschen werden gefordert. Ein Demonstrant: "Die Polizei macht uns Angst und ist aggressiv, ohne dabei die Menschenrechte zu beachten. Sie kümmern sich nicht darum, wer du bist. Das Einzige, worum wir bitten, ist, ein Leben auf der Straße zu führen, ohne betteln zu müssen. Einige unserer kolumbianischen Brüder holen sich schon Papiere, um in einem anderen Land zu leben." Die Proteste halten seit April an. Sie beginnen überwiegend friedlich und enden meist mit Gewalt, Straßensperren und Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Demonstrierenden. Sie gelten als die größte, längsten und gewalttätigsten Proteste in der Geschichte des Landes.
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Die Demonstrationen gegen die Regierung von Präsident Ivan Duque halten seit drei Monaten an.

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