Gustavo Petro "Jesus hatte Sex": Kolumbiens Präsident bringt Gläubige auf die Palme

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro
Kolumbiens Präsident Gustavo Petro wurde selbst in katholischen Schulen erzogen
© Diego Cuevas / Getty Images
War Jesus wirklich keusch? Kolumbiens Präsident Gustavo Petro bezweifelt das. Durch seine Aussagen handelt er sich Ärger ein – ihm wird Respektlosigkeit vorgeworfen.

Mit der Bemerkung, Jesus Christus habe wahrscheinlich Sex mit Maria Magdalena gehabt, hat der kolumbianische Präsident Gustavo Petro Empörung unter den Gläubigen seines Landes ausgelöst. Die Evangelikale Vereinigung Kolumbiens erklärte, Petros Äußerungen verzerrten "die historische, biblische und theologische Wahrheit" und zeigten einen "Mangel an Respekt". Auch die größte katholische Vereinigung des Landes rief den Präsidenten zur Zurückhaltung auf; die Episkopale Konferenz forderte, Politiker sollten grundsätzlich auf "theologische" Äußerungen verzichten.

Viele Menschen in Kolumbien gehören katholischer Kirche an

In einer Rede hatte Petro zuvor gesagt, ein Mann wie Jesus könne "nicht ohne Liebe existieren" und Jesus habe sicherlich "Liebe gemacht – vielleicht mit Maria Magdalena". Jesus sei "umgeben von Frauen gestorben, die ihn liebten, und davon gab es viele", führte der kolumbianische Präsident weiter aus. Laut der Bibel führte Jesus ein Leben in Keuschheit und war nie verheiratet.

Die meisten Kolumbianer gehören der katholischen Kirche oder anderen christlichen Glaubensrichtungen an. Petro selbst wurde in katholischen Schulen erzogen und hatte sich in der Vergangenheit anerkennend die Befreiungstheologie geäußert.

AFP
lw

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