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Video Flut-Einsatz des DRK - "Wir sind so lange da, wie die Menschen uns brauchen"

Rund eine Woche ist vergangen, seit der dramatischen Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW. Und es ist beeindruckend, wie beherzt Menschen aus ganz Deutschland bei den Aufräumarbeiten helfen. Das betonte auch Rainer Kaul, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes vom Landesverband Rheinland-Pfalz am Donnerstag in Ahrweiler: "Die Stimmung ist außergewöhnlich gut. Die Leute engagieren sich wirklich bis zum Gehtnichtmehr. Und dass das mit normalem Schichtbetrieb mit acht Stunden überhaupt nicht in Einklang zu bringen ist, brauche ich nicht zu erzählen. Die Leute arbeiten bis zur Belastungsgrenze, ruhen sich dann aus, und dann geht es weiter. Das gilt übrigens auch für die vielen Helfer, die ich hier sehe, die einfach sagen, wir wollen irgendwie helfen, den Schutt wegzuräumen. Die arbeiten auch bis zur Belastungsgrenze. Sie sehen die Leute, ja, die bringen Schaufeln mit und Schubkarren mit und machen und tun. Das ist eine ganz große Herausforderung. Und natürlich müssen auch die Helfer betreut werden." Möglich wurde diese konzertierte Zusammenarbeit, weil die Koordination den Umständen entsprechend gut funktioniert und alle Zahnräder gut ineinandergreifen. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeld unterstrich aber auch, dass es noch einige Zeit brauchen wird, bevor man mit einer deutlichen Normalisierung rechnen darf: "Ich gehe davon aus, dass unsere Hilfe länger dauert als nur einige Wochen. Denn die Not hier ist so groß. Es geht zunächst um Aufräumarbeiten, um die Versorgung mit Lebensmitteln, mit Wasser, mit Hygieneartikeln. Die medizinische Versorgung sicherzustellen. Es geht darum, die psychische Situation der betroffenen Menschen, aber auch der Helferinnen und Helfer zu verbessern. Es geht darum, die Stromversorgung, die Wasserversorgung instand zu setzen. Dann aber wird es nicht zu Ende sein. Denn die Menschen brauchen ja dann auch weiterhin Unterstützung in all diesen Sektoren. Und deshalb gilt für uns: Wir sind so lange da, solange uns diese Menschen brauchen." Noch immer werden Dutzende Menschen vermisst. Und von Tag zu Tag sinkt die Wahrscheinlichkeit, sie lebend zu bergen. Allein in Rheinland-Pfalz sprach die Polizei am Donnerstag von 128 Menschen, die ums Leben gekommen seien. Insgesamt lag die Zahl der Todesopfer offiziellen Angaben zufolge bei mindestens 170. Auch, wenn noch nicht alle Schäden bilanziert wurden, wird immer klarer, dass es sich um eine Katastrophe von historischem Ausmaß handelt.
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Deutsches Rotes Kreuz betont jedoch auch, dass die Stimmung unter den Helfern in Ahrweiler außergewöhnlich gut sei.

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