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Video Kinderkliniken am Limit

STORY: Visite in der Missio Kinderklinik in Würzburg. 15 Ärzte und knapp 60 Pflegekräfte kümmern sich hier um kranke Kinder. Momentan ist besonders viel zu tun. Die massive Infektwelle bei Kindern und dabei insbesondere das RS-Virus hält das Krankenhauspersonal auf Trab. Die Klinik sei maximal belegt, sagt Christina Kohlhauser-Vollmuth, Chefärztin an der Missio Kinderklinik: "Wir haben viele schwerkranke Neugeborene. Also innerhalb der ersten vier Lebenswochen. Säuglinge bis zum ersten Lebensjahr und Kleinkinder und Kindergartenkinder mit Infekten. Vor allem im Augenblick des RS-Virus, etwas, das ja durch alle Kinderkliniken Deutschlands im Augenblick reist und die Belegung und Versorgung der Patienten schwierig, teilweise kritisch macht." So wie in vielen anderen Kliniken fehlt auch in Würzburg Pflegepersonal. Krankheitsfälle verschärfen die Lage zusätzlich. Und so können nicht alle Planbetten belegt werden. Um dennoch neue Patienten aufnehmen zu können, müssen die Verantwortlichen hier flexibel sein: "Das heißt, wir versuchen jeden Tag zu schauen, wer kann nach Hause gehen, wo haben wir Platz, wo können wir Patienten verschieben? Wenn Personalmangel ist, wo können wir unterstützen und entlasten. Und wir sind alle in Absprache mit den umliegenden Kinderkliniken. Nichtsdestotrotz erhalten wir manchmal von anderen Bundesländern Anfragen, ob wir Kinder übernehmen können. Also es ist regional auch unterschiedlich und die Situation ist wirklich dramatisch." Die Würzburger Chefärztin wünscht sich von der Politik, dass die Bürokratie im Krankenhaus für Ärzte und Pfleger deutlich zurückgefahren wird. Damit sie wieder mehr Zeit für ihre Patienten haben. In der Zwischenzeit versuchen sie weiter, mit der schwierigen Lage so gut wie möglich fertig zu werden.
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Die massive Infektwelle bei Kindern und der anhaltende Personalmangel bringen viele Kinderkliniken und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihre Belastungsgrenze.

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