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Video Mexiko: Trauer um ermordete Journalisten

Sie trauern um ihre ermordeten Kollegen. In Mexiko sind landesweit Journalisten auf die Straße gegangen, um die jüngste Ermordung von drei Reportern anzuprangen. Und um Maßnahmen des Staates zum Schutz der Journalisten im Land zu fordern. Vor dem Büro des mexikanischen Innenministeriums in Mexiko-Stadt fand eine Mahnwache zum Gedenken an die Ermordeten statt. Dabei wurden Porträts der ermordeten Journalisten und Schilder mit der Forderung nach Gerechtigkeit gezeigt. Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder der Welt für Journalisten. Seit 2000 sind laut der Nichtregierungsorganisation Committee to Protect Journalists in Mexiko mehr als 120 Journalistinnen und Journalisten getötet worden. Einige Experten gehen von weit höheren Zahlen aus. Die meisten Morde werden nie aufgeklärt. "Wir haben mit Unbehagen beobachtet, dass die politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Bedürfnisse der Zunft nicht wahrgenommen werden. Währenddessen fahren die journalistischen Unternehmen Millionengewinne ein. Angesichts dieser Lage protestieren wir Journalisten an verschiedenen Orten, um Gerechtigkeit zu fordern." "Ich bin mit viel Trauer hier, weil in den letzten Jahren mehr als 100 Journalisten ermordet wurden. Egal, wie oft wir protestiert haben. Ich habe an mehreren Protesten teilgenommen, einer im Jahr 2008 mit dem Titel 'Wir wollen leben'. Einer genau hier, nach der Ermordung von Javier Valdez. Trotz all unserer Proteste gehen die Morde an Journalisten weiter. Ich komme mit mehr Traurigkeit als Empörung hierher." Der mexikanische Staatschef Lopez Obrador versprach, dass seine Regierung die jüngsten Journalisten-Morde untersuchen und aufklären werde, um weitere Morde an Journalisten zu verhindern. In der Vergangenheit war ihm allerdings mehrfach vorgeworfen worden, vor dem Problem die Augen zu verschließen und nichts dagegen zu tun.
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Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder der Welt für Journalisten.

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