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Video Muschelfischerinnen in Galicien pflegen die Tradition

Es sind die frühen Morgenstunden im November, rund 30 Kilometer westlich von Santiago de Compostela. Die Saison hat gerade erst begonnen. Dort, wo ein Fluss in den Atlantischen Ozean übergeht, steigen hunderte Frauen im Schein ihrer Stirnlampen ins Wasser, um im Flussbett nach Herz- und Venusmuscheln zu suchen. Da die Nachhaltigkeit der Muschelbestände gewährleistet werden soll, dürfen nur lizenzierte Fischerinnen teilnehmen. Die Saison ist auf die Monate Oktober bis März beschränkt. Die Technik, die sie verwenden, wurde bereits über viele Generationen weitergegeben. Unter ihnen ist auch die 58-jährige Conchita: "Das ist ein Job, der das Gefühl der Freiheit gibt. Man ist wie eine Möwe. Mich hat das fasziniert, seit ich ein kleines Mädchen war. Ich schwänzte die Schule, um dahinzugehen, wo jetzt die Promenade ist. Früher parkten dort Lastwagen. Und die Boote transportierten bis zu 50 Kilogramm Muscheln in einer großen Kiste. Aber die Frauen arbeiteten nicht so wie wir heute. Sie arbeiteten mit nackten Füßen und trugen normale Kleidung." Der größte Wunsch der Muschelfischerinnen ist es, dass diese naturnahe Tradition erhalten bleibt. Zurzeit sind es etwa 4.000 Personen, die diesen Job machen. Dabei handelt sich fast ausschließlich um Frauen. Die Saison dauert rund sechs Monate und der Verdienst liegt bei rund 2.000 Euro pro Monat.
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Mit großen Rechen durchkämmen sie den Sand, um die begehrten Muscheln zu finden.

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