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Video Parteichef Meuthen tritt aus AfD aus

AfD-Chef Jörg Meuthen ist aus der Partei ausgetreten. Dies bestätigte der 60-Jährige am Freitag mehreren ARD-Sendern. Das Herz der Partei schlage heute sehr weit rechts, sagte Meuthen zur Begründung. Teile der AfD stünden "nicht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung". Er sehe da "ganz klar totalitäre Anklänge". Als Parteichef mit seinem Einsatz für einen anderen Weg sei er gescheitert. Gerade in der Coronapolitik habe die AfD etwas Sektenartiges entwickelt. Der Co-Parteivorsitzende Tino Chrupalla in einem ersten Statement: "Zuerst einmal ist es natürlich schon für uns sehr überraschend gekommen. Es war allerdings auch für Jörg Meuthen natürlich diese Woche eine harte Woche. Er hat die Abstimmung auch zum Bundespräsidenten-Kandidat der AfD, auch mit allen Landesvorsitzenden, klar verloren. Wir haben dort eine klare Mehrheit gehabt. Auch die Landesvorsitzenden haben ihm dort reinen Wein eingeschenkt. Und dann natürlich die Aufhebung der Immunität, die auch noch dazu gekommen ist. Von daher hat mich das jetzt schon ein Stück weit überrascht, aber in der Schnelligkeit jetzt dann vielleicht doch nicht." Meuthen war seit Juli 2015 einer von zwei Bundessprechern der rechtspopulistischen Partei. Wegen einer Parteispendenaffäre war er zuletzt unter Druck geraten. Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat deswegen für die Aufhebung seiner Immunität gestimmt. Meuthen ist seit Ende 2017 EU-Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Identität und Demokratie.
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Es gebe in der PArtei "totalitäre Anklänge", sagte Meuthen.

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