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Video Transportkosten auf dem Rhein steigen stark wegen Niedrigwasser

STORY: Der Rhein bei Bacharach in Rheinland-Pfalz. Die Hitze und die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen haben dafür gesorgt, dass der Pegelstand des Flusses deutlich gefallen ist. Für die Binnenschifffahrt ein großes Problem. Denn die Schiffe können nicht voll beladen werden, weil sie sonst zu tief im Wasser liegen würden. Das hat zu Verzögerungen geführt und die Frachtkosten um mehr als das Fünffache in die Höhe getrieben. Der Rhein, der von den Schweizer Alpen über die deutschen Industriestandorte zur Nordsee fließt, ist ein wichtiger Transportweg für Produkte wie Getreide, Chemikalien und Kohle. Lastkähne wie die Servia, ein 135 Meter langes Schiff, das Eisenerz vom Rotterdamer Hafen zum Thyssenkrupp-Werk in Duisburg transportiert, können nur 30 bis 40 Prozent ihrer Kapazität ausnutzen oder laufen Gefahr, auf Grund zu laufen, erzählt der Kapitän des Schiffes: "Normalerweise hat man mehr als zwei Meter Wasser unter dem Schiff, aber jetzt hat man an manchen Stellen nur 40 Zentimeter. Für uns besteht die Herausforderung darin, an diesen Stellen vorbeizukommen, ohne sie zu berühren und ohne das Schiff zu beschädigen." Andere Schiffe, die mit dem niedrigeren Wasserstand nicht zurechtkommen, haben den Betrieb ganz eingestellt. Die niedrigen Pegelstände am Rhein machen Ökonomen zufolge eine Rezession der bereits schwächelnden Wirtschaft noch wahrscheinlicher. Aufgrund der angespannten Energiesituation sei diesmal der eingeschränkte Kohletransport für die Kraftwerke entlang des Rheins wohl das größte Problem. Höhere Transportkosten dürften zudem für höhere Erzeugerpreise bei den betroffenen Güter sorgen, hieß es.
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Die Wasserstände des Rheins sinken aufgrund des heißen und trockenen Wetters weiter. Das wird laut Experten die Erzeugerpreise der betroffenen Güter in die Höhe treiben.

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