VG-Wort Pixel

Video Wildschweineplage in Barcelona

STORY: Dieses Wildschwein hat nicht einmal mehr vor der Kamera Respekt. Große Gruppen von Wildschweinen sind in einigen spanischen Städten - so wie hier in Barcelona - mittlwerweile ein alltäglicher Anblick. Angelockt von Mülltonnen und Menschen, die sie füttern, streifen die Tiere durch Parks und Straßen. Dabei haben sie fast jede natürliche Scheu verloren. Sie belästigen Anwohner und verursachen Unfälle mit Motorrollern und Fahrrädern. Allein in Barcelona wurden im vergangenen Jahr 1.200 Vorfälle mit Wildschweinen gemeldet. Das Problem bestehe schon lange, sagt der Tierarzt Carles Conejero: "Hier in Barcelona haben wir dieses Problem schon seit langem. Ich denke, dass das Problem seit 2010 mit den Wildschweinen begann. Die Wildschweine haben sich an die städtische Umgebung gewöhnt". Die Behörden sagen, dass sie keine andere Wahl hätten als die Wildschweine einzufangen und zu töten. Die Tiere seien vom Leben in den Hinterhöfen der Menschen verdorben und nicht mehr in der Lage, in der freien Wildbahn zu überleben. Mit Netzen werden die Wildschweine eingefangen, betäubt und schließlich eingeschläfert. "Wenn wir die Umwelt- und Sozialfaktoren unter Kontrolle hätten, würden wir das nicht tun. Es wäre nicht notwendig. Aber was ist passiert? Es gibt eine Reihe von Menschen, die in einer nicht artgerechten Weise mit ihnen umgehen. Indem sie den Wildschweinen menschliche Nahrung geben, tragen sie nur dazu bei, dass sie ihre Instinkte verlieren." Während der Corona-Pandemie hat sich das Problem noch verschlimmert. Die Städte waren durch die Abriegelungen viel ruhiger geworden, die Tiere wagten sich immer weiter vor. Trotz aller Maßnahmen, zu denen auch Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung gehören. Experten schätzen, dass die Wildschweinepopulation in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird.
Mehr
Angelockt von Mülltonnen und Menschen, die sie füttern, streifen die Tiere durch Parks und Straßen.

Mehr zum Thema



Newsticker