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14 Menschen sterben: Heftige Unwetter wüten rund um Buenos Aires

Außergewöhnlich schwere Stürme haben in der Region Buenos Aires ein Chaos angerichtet. Mindestens 14 Menschen kamen ums Leben - vor allem durch den Einsturz von Häusern.

Bei einem schweren Unwetter sind in Buenos Aires und Umgebung mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Drei der Opfer starben beim Zusammenbruch ihrer Behausung in einem Elendsviertel, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin der argentinischen Hauptstadt, María Eugenia Vidal. Die Windböen von über 90 Stundenkilometern hätten während der Nacht 110 Bäume umgeworfen. Mehrere Dutzend Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt.

Die gesamte Region um die Metropole war von den schweren Stürmen betroffen. Die Dächer viele Häuser wurden abgedeckt, in einigen Gebäuden zerbarsten die Fenster, wie Augenzeugen und örtliche Medien berichteten. Teile der Hauptstadt lagen nach einem Stromausfall vorübergehend im Dunkeln. In der Provinz Santa Fé wurde nach Angaben von Einsatzkräften ein Mann von einem abgerissenen Starkstromkabel getötet.

Klimawandel in Buenos Aires spürbar

Die Trainingsspiele für das Davis-Cup-Viertelfinale, das von diesem Freitag an in Buenos Aires zwischen Argentinien und Kroatien ausgetragen werden soll, mussten für mehrere Stunden verschoben werden, um das Spielfeld und dessen Umgebung von herabgefallenen Ästen zu befreien.

Der argentinische Meteorologe Osvaldo Canziani, ehemaliges Mitglied des Weltklimarats IPCC, hatte kürzlich gesagt, dass sich das Klima in Buenos Aires von einem gemäßigten zu einem tropischen gewandelt habe. Die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen seien im letzten Jahrhundert um 2,7 Grad gestiegen.

dho/DPA/AFP / DPA
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