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Beben in Spanien Verängstigte Menschen schlafen im Freien


Das Beben der Stärke 5,1 hatte am Mittwoch die historische Stadt Lorca im Südosten des Landes teilweise zerstört. Die Armee stellte Zelte auf und verteilte Decken und Lebensmittel. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hat seinen Besuch angekündigt.

Nach einem ungewöhnlich schweren Beben im Südosten Spaniens haben Tausende Menschen die Nacht aus Angst vor neuen Erschütterungen im Freien verbracht. In Decken gehüllt irrten sie am Donnerstag durch die besonders betroffene Stadt Lorca und standen nach Lebensmitteln an. Bei dem Beben der Stärke 5,1 waren am Mittwoch acht Menschen getötet und 120 verletzt worden. Unterdessen lief ein umfassender Hilfseinsatz an. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero teilte mit, 800 Soldaten und Polizisten seien in der Stadt.

"Wir haben mit größtmöglichen Tempo alle Hilfsmaßnahmen aktiviert", sagte Zapatero. Er sicherte einen zügigen Wiederaufbau von Straßen und Wasserleitungen zu und kündigte für Freitag seinen Besuch in Lorca an. Für 3000 obdachlos gewordene Einwohner stellte die Armee Zelte auf.

Das Beben hatte die Stadt am Mittwochnachmittag überrascht. Bürgermeister Francisco Jodar sagte, mindestens ein Drittel der 90.000 Einwohner habe im Freien geschlafen. In der historischen Stadt stürzten zahlreiche Gebäude und ein Kirchturm ein. Auch Autos wurden unter den Trümmern zerquetscht.

"Wir waren heute Nacht hier draußen auf dem Platz", berichtete ein Einwohner Lorcas. "Uns ist nicht erlaubt worden, in unsere Wohnung zurückzukehren, bevor das Gebäude von einem Ingenieur geprüft wurde."

Spanien wird vergleichsweise selten von Erdbeben heimgesucht. Im Jahr 1969 erschütterte ein Beben der Stärke 7,8 die südliche Stadt Huelva. 19 Menschen kamen ums Leben.

Reuters Reuters

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