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Die Peking-Kolumne: Die Geister kommen zurück

51.151 Menschen sind bei dem Erdbeben in China schon ums Leben gekommen, und täglich werden es mehr. Hinter der Zahl stehen Schicksale - die der Toten und ihrer Angehörigen, der Überlebenden und der Hilfsbereiten. In einer Schule treffen sich Trauernde.

Ellen Deng und Adrian Geiges, Dujiangyan

"Amitabha, Amitabha...", klingt der Name des Buddha über zerbrochene Mauernteile und zerstreute Schulhefte. Man kann nicht sehen, wo der mystische Klang herkommt. Zwei kahlgeschorene buddhistische Nonnen aus dem 20 Kilometer entfernten Puzhao-Kloster klettern über die Trümmer, verstecken blaue elektrische "Gebetsapparate", von Batterien betrieben, unter Zement und Schutt. "Unter uns liegen Kinder, die verloren sind", sagt eine von ihnen. "Eine Woche ist vergangen, ihre Geister kommen zurück. Wir wollen ihre Seelen von den Qualen erlösen, ihnen Geleit geben..."

"Plötzlich schwankte unser Klassenzimmer"

Das Hauptgebäude der Mittelschule von Juyuanzhen, einem Ortsteil von Dujiangyan, brach in sich zusammen, als am vorvergangenen Montag um 14. 28 Uhr die Erde bebte. Wo einst der vierstöckige weiße Betonklotz stand, liegt jetzt eine flache Halde aus Trümmern. Unversehrt blieben nur die Schüler, die sich in der Nähe des Ausgangs befanden und schnell genug rausrannten sowie die, die gerade draußen Sportunterricht hatten. Von den 1070 Jugendlichen wurden 270 tot geborgen, auch sechs Lehrer. 600 bis 700 Leichen sind noch verschüttet.

"Wir hatten gerade Physikunterricht, als plötzlich unser Klassenzimmer hin und her schwankte", sagt der 16-jährige Wang Fu gefasst. "Das Gebäude fiel in sich zusammen. Ich war gemeinsam mit fünf, sechs Klassenkameraden begraben. Es war völlig dunkel, ich konnte sie nicht sehen, aber wir sprachen miteinander. 'Ich werde sterben, ich werde sterben', sagte einer immer wieder. Andere bedauerten all das Schlechte, das sie ihren Eltern im Leben angetan hatten. Ich sagte, geratet nicht in Panik, wir werden hier rauskommen." Der Name "Fu" steht im Chinesischen für Glück. Tatsächlich wurden Wang Fu und die Jungen, die mit ihm verschüttet lagen, eine halbe Stunde später von Lehrern ausgegraben. Sein Arm ist verbunden und hängt an einer Binde, unter der Bandage verberge sich ein "Loch", sagt er. Als er gerettet war, suchte er nach seinen anderen Klassenkameraden. "Wir haben Glück gehabt, in unserer Klasse sind nur vier gestorben. Ihre Körper lagen auf dem Boden, von weißen Tücher bedeckt."

Auch die gleichaltrige Liu Jinxi war unter den Steinen begraben. Ihr Vater Liu Rongjie, Besitzer einer Autoreparaturwerkstatt, eilte nach dem Erdbeben sofort zur Schule. Während er nach ihr suchte, rettete er vier Schüler. "Ich erinnere mich sehr genau an einen Jungen namens Li Feiyang. Als er mitbekam, dass ich von draußen versuchte zu helfen, schrie er: 'Onkel, Onkel, ich bin ein Klassenkamerad Ihrer Tochter. Falls sie von uns gegangen ist, werde ich das ganze Leben für Sie sorgen!' Ich sagte ihm, 'habe keine Angst, Junge, schone deine Kräfte. Ich werde dir helfen.'" Es gelang ihm, aber seine Tochter sah er erst am nächsten Tag. "Sie starb so schrecklich und schmerzhaft: Ihr Schädel war gebrochen, sie hatte eine tödliche Verletzung an der Taille, ihre rechte Lunge hing hier." Die Mutter des Mädchens, Zhao Xiaolan, zeigt an ihrem eigenen Körper eine Stelle unterhalb der Achsel. Dann bricht sie in Tränen aus, kann nicht mehr weitersprechen.

"Dieses Gebäude war so unstabil wie Bohnenquark"

Ein anderer Teil des Schulgebäudes und die Wohnheime für Lehrer und Schüler sind auch beschädigt, aber sie stehen noch. Auf einer Seitenwand ist die rote chinesische Fahne aufgezeichnet, daneben sieht man die Schriftzeichen für: "Es gibt nichts, wovor man sich fürchten sollte." Obwohl wir zwei Schutzmasken übereinander tragen, riechen wir den Gestank der verwesenden Leichen. Ein Militärlastwagen heult auf und sprüht Desinfektionsmittel in den aufwirbelnden Staub. Nach acht Tagen sind die Rettungsarbeiten beendet. Als wir ankommen, ist kein einziger Katastrophenhelfer mehr da.

Jemand hat frische weiße Callas auf die Backsteine gelegt, mit einer Karte, auf der steht: "Kinder, ruht in Frieden, euer Lächeln wird für immer das beste Bild in unserem Geist bleiben." Ohne einen Blick auf all das hockt ein junges Elternpaar vor dem gerahmten Foto eines Mädchens mit Pferdeschwanz und Schuluniform. Ein junges, naives und anmutiges Gesicht. Davor haben sie ihre Auszeichnungen für gute Leistungen auf dem Boden ausgebreitet.

"Mein Kind, was für ein gutes Mädchen sie war, wie konnte sie uns so schnell verlassen", sagt die Mutter weinend. Das Mädchen auf dem Foto hieß Jiang Qian ("qian" bedeutet "schön"), eine Schülerin der siebten Klasse. Die Mutter Guo Jianying ist eine Bäuerin. Der Vater Jiang Xiaoming wurde als Wanderarbeiter bei einem Unfall zum Behinderten, arbeitet jetzt in einer örtlichen Metzgerei. Ihre Tochter hatte davon geträumt, eines Tages an der Qinghua- oder der Peking-Universität zu studieren, das sind die beiden besten in China. Aber nun hat sich alle Hoffnung der Familie in nichts aufgelöst. Während die Mutter vor allem traurig ist, drückt der Vater seine Wut aus: "Dieses Gebäude war so unstabil wie Bohnenquark. Die umliegenden Häuser sind stehen geblieben, nur dieses nicht." Er klettert über die Mauerreste, zeigt auf den Zement: "Schauen Sie, der verstärkende Stahl ist so dünn, dass er nur als Eisenstückchen bezeichnet werden kann. Er müsste so dick sein wie dieser in dem Querbalken dort." Er reißt Backsteine heraus und zerbricht sie mit der Hand, um deren schlechte Qualität zu zeigen.

Ein alter Mann um die 60 steht hier auch schon seit mehreren Tagen. Sein Enkel liegt immer noch verschüttet. Der Großvater sagt, er wolle vor Gericht klagen. Aber Bauern wie die Mutter von Jiang Qian sind verwirrt: "Wen sollen wir verklagen? Ich habe keine Ahnung." Sie sagt, sie würde es nicht durchhalten, auch noch um Schmerzensgeld zu kämpfen. Aber ihr Nachbar Liu Rongjie besteht darauf, dass die Regierung ihnen eine Erklärung geben muss. "Ich hoffe, hier kann eine Gedächtnishalle eingerichtet werden, alle sollten dieser Tragödie gedenken, und sie darf sich nie wiederholen." Liu starrt auf die Überreste der Schule, schweigt bedrückt.

"Eine Schule bauen, die niemals einstürzt"

Auch Huangfu Zhiyou möchte hier etwas tun. Er war ein Jahr alt, als vor 32 Jahren ein Erdbeben seine eigene Stadt Tangshan zerstörte und 242 000 Menschen tötete. Der Unternehmer, der ein Bergwerk und eine Baufirma betreibt, ist mit 39 seiner Mitarbeiter ins Erdbebengebiet gekommen, um zu helfen. Auch von ihnen haben viele die Katastrophe damals erlebt und haben deshalb starke Gefühle für die Opfer jetzt. Vergangenen Samstag begannen sie, Tag und Nacht acht Bungalows aufzubauen als provisorische Unterrichtsräume für die überlebenden Schüler der Mittelschule hier. Am Montag saßen bereits 120 von ihnen in den neuen Klassenzimern. Dann mussten sie wieder frei machen, da ein Nachbeben mit einer Stärke von 6 bis 7 auf der Richterskala angekündigt war.

Die Gebäude sind einstöckig und die Stahlplatten so dünn, dass sie niemanden schwer verletzten würden bei einem Erdbeben. Doch viele Schüler trauen sich noch nicht in das Klassenzimmer, haben Angst. Huangfu sagt mit Tränen in den Augen: "Es ist der größte Wunsch für den Rest meines Lebens, für diese Kinder eine wirklich gute Schule zu bauen, die niemals einstürzt."

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Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg