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England Zu weit aus dem Fenster gelehnt: Frau filmt Snapchat-Video und fällt auf Autobahn

Auf diesem Abschnitt der M25 passiere das glimpflich ausgegangene Unglück
Auf diesem Abschnitt der M25 passiere das glimpflich ausgegangene Unglück
© Google
In England ist eine Frau aus einem fahrenden Fahrzeug auf die Autobahn gestürzt. Laut Polizei hatte sie sich zu weit aus dem Fenster gelehnt, als sie ein Snapchat-Video aufnahm.

"Es war pures Glück, dass sie nicht ernsthaft verletzt oder getötet wurde", schreibt die Verkehrspolizei im südenglischen Surrey unter ihr Posting, außerdem den Hashtag "'nowords". Keine Worte fanden die Beamten also, um den Vorfall vom Samstagmorgen weiter zu beschreiben. Eine Frau war um rund 1:30 Uhr morgens auf der Autobahn M25 aus einem fahrenden Auto gefallen. Laut Polizei hatte sie sich aus dem Beifahrerfenster gelehnt, um ein Snapchat-Video aufzunehmen.

Obwohl man auf britischen Autobahnen 110 Stundenkilometer fahren darf und die Dame auf eine "befahrene Spur" fiel, wie es die Polizei ausdrückt, wurde sie nur leicht verletzt. Sanitäter behandelten sie vor Ort. Es wurde niemand festgenommen. Wie alt die Dame oder ihr Fahrer sind, teilten die Behörden nicht mit. Ebenfalls unklar ist, wie schnell der Wagen zum Zeitpunkt des Unglücks unterwegs war.

Die Beamten teilten auf Twitter auch ein Foto des Fahrzeugs samt offenem Beifahrerfenster. 

Todesgefahr Selfie-Aufnahme

Nicht immer gehen solche Vorfälle derart glimpflich aus. Todesfälle beim Anfertigen von Aufnahmen für soziale Medien sind in den vergangenen Jahren zum Phänomen geworden. 2018 fanden Forscher in einer Studie heraus, dass es zwischen Oktober 2011 und November 2017 weltweit 259 berichtete Todesfälle von Menschen gab, die beim Anfertigen von Selfies das Zeitliche segneten.

Durchschnittlich waren die Opfer knapp unter 23 Jahren alt und knapp drei von vieren waren männlich. Die meisten "Selfiecides" verzeichneten die Forscher in Indien, Russland, den USA und Pakistan. Direkt nach Ertrinken (70 Opfer) waren Verkehrsunfälle (51 Tote) dabei die zweithäufigste Art zu sterben. Besonders häufig werden Personen dabei von fahrenden Zügen erfasst. Da die Studie nur englischsprachige Artikel auswertete, dürfte sie nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Unglücke aufgezeichnet haben. 

Quellen:Surrey Police / BBC / "Guardian" / Sky

fin

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