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Heldentat in Georgia: Häftlinge retten Wärter das Leben, statt zu fliehen

Sechs Häftlinge und ein Wärter im US-Bundesstaat Georgia – dann bricht der Beamte plötzlich zusammen. Doch statt zu türmen, retten die Gefängnisinsassen ihrem Aufpasser womöglich das Leben. Dafür bekommen sie jetzt eine Belohnung.

Die sechs Häftlinge, die in Georgia ihrem Wärter das Leben retteten, posieren

Sechs schwere Jungs aus dem US-Bundesstaat Georgia – doch als ihr Gefängnisaufseher zusammenbrach, eilten sie sofort zur Hilfe

In Hollywood wäre es wohl der Beginn einer großen Verfolgungsjagd geworden. Sechs schwere Jungs aus dem Gefängnis gegen einen Wärter, der auch noch das Bewusstsein verliert. In Filmen nutzen die Bösewichte diese Chance. Die sechs Häftlinge aus dem Gefängnis in Polk County im US-Bundestaat Georgia handelten anders.

Als ihr Aufpasser an einem heißen Sommertag mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit das Bewusstsein verlor und kollabierte, machten sie sich nicht auf und davon. Die sechs Männer, die gerade den Rasen auf dem örtlichen Friedhof mähten, eilten dem Officer ohne großes Zögern zur Hilfe, berichtet der Fernsehsender "11Alive".

"Sie hätten alles tun können"

"Als es passierte, war uns egal, wer im Gefängnis war und wer nicht", erzählt einer der Gefangenen. "Es ging nur um einen Mann, der zusammengebrochen war, und wir mussten ihm helfen." Die Männer riefen über das Handy ihres Bewachers den Notruf, zogen ihm seine kugelsichere Weste aus und versuchten, den Beamten zu reanimieren.

"Sie hätten sich seine Waffe und sein Auto schnappen und abhauen können", sagte Sheriff Johnny Moats dem Magazin "TIME". "Sie hätten alles tun können, was sie wollten. Sie waren allein mit diesem einen Officer. Wenn sie ihn dort gelassen hätten, hätte es Stunden gedauert, bis ihn jemand gefunden hätte."

Häftlinge werden in Georgia als Helden gefeiert

So retteten die Häftlinge ihrem Gefängnisaufseher wohl das Leben: "Ich weiß nicht, was ohne Hilfe mit ihm passiert wäre", so Sheriff Moats. "Die Insassen haben einen tollen Job gemacht, ich bin extrem stolz auf sie." Dem Officer gehe es mittlerweile besser, er sei wieder im Dienst. 

Und tatsächlich gibt es für die Häftlinge nach ihrer Heldentat nicht nur warme Worte und viel Anerkennung. Zunächst spendierte das Büro des Sheriffs und die Familie des Officers einen Ausflug in den Park, inklusive Pizza und Süßigkeiten. Nun teilte der Polizeichef zudem noch mit, dass die Haftstrafen der Lebensretter um bis zu ein Viertel verkürzt werden sollen. Alle von ihnen wurden nach Angaben des Sheriffs wegen kleinerer Delikte verurteilt.


epp
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.