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Teures Umweltprojekt: Hamburg zahlte 38.000 Euro für einen Grill

Die Idee war gut: Statt hunderter Einweggrills sollten Grillfreunde einen öffentlichen Elektrogrill auf einer Hamburger Wiese nutzen. Doch das Projekt gegen Vermüllung kommt die Stadt Hamburg sehr teuer zu stehen.

Die Grillstation auf der Michelwiese

Kostet Hamburg 3600 Euro im Jahr: der öffentliche Elektrogrill auf der Michelwiese

Zehntausende Euro für einen Grill ausgeben? Das machen wohl nur ganz große Grillfans - und die Hansestadt Hamburg. Seit 2011 steht auf einer Wiese zwischen Michel und Hafen ein öffentlicher Elektrogrill. Mit ihm sollten die Müllberge verkleinert werden, die sich nach jedem sonnigen Sommerwochenende um die überfüllten Mülleimer herum auftürmten. Das hat sogar funktioniert. Doch nun wurde bekannt, was die Grillstation insgesamt gekostet hat.

Das "Hamburger Abendblatt" zitiert aus einer Drucksache des Hamburger Senats: Demnach summieren sich Anschaffungskosten, Installation, "Umfeldmaßnahmen" und Betrieb für das erste Jahr auf ganze 38.000 Euro. Seitdem verursacht der Grill jährlich 4000 Euro Betriebskosten. 3570 Euro davon gehen als Betriebskostenpauschale an eine GbR, die den Grill betreibt. Die "fachmännische Inbetriebnahme" im Mai und die "fachmännische Außerbetriebnahme" im September kosten zusammen 320 Euro. Zusätzlich habe der Ökostrom für den Elektrogrill 2014 und 2015 insgesamt 183 Euro gekostet, berichtet das "Abendblatt".

Gescheitertes Pilotprojekt

Wer den Grill nutzen möchte, bezahlt für zehn Minuten Grillzeit einen Euro. So kamen 2014 rund 850 Euro zusammen, von denen letztendlich knapp 400 bei der Stadt landeten. So kostet der öffentliche Elektrogrill Hamburg jedes Jahr rund 3600 Euro. "Der Bezirk hat sich offensichtlich bei der Anschaffung nicht ausgerechnet, wie teuer der Unterhalt dieser Grillstation werden könnte", sagte Sabine Glawe, Vorstandsmitglied des Bundes der Steuerzahler Hamburg, dem "Hamburger Abendblatt". Glawes Vorschlag: "Der Bezirk sollte die Gebühr für die Nutzung erhöhen, um das Defizit für die Stadt zu verringern."

 Ursprünglich war der Grill als Pilotprojekt angelegt. Doch bislang ist es die einzige Grillstation in Hamburg. Anscheinend hat hinter den Kulissen doch mal jemand auf die Kosten geschaut.

tkr
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.