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Holzklotz-Attacke: Nachahmer bewerfen Fahrzeuge

Im Fall der tödlichen Holzklotz-Attacke auf eine vierköpfige Familie geht die Polizei zahlreichen Hinweisen nach. Bisher fehlt jedoch eine heiße Spur. Derweil werden vor allem in NRW immer mehr Nachahmer gestellt.

Nach dem tödlichen Holzklotz-Wurf von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg wurden mehrere Nachahmungstaten bekannt. Der sechs Kilo schwere Holzklotz hatte die Windschutzscheibe eines vorbeifahrenden Autos durchschlagen und dabei eine zweifache Mutter vor den Augen ihrer Familie getötet.

Warnung ignoriert?

Wie die Oldenburger "Nordwest-Zeitung" berichtet, sei im Verkehrsfunk bereits eine halbe Stunde vor der Tat gewarnt worden, dass von der Brücke Gegenstände auf die Fahrbahn geworfen werden. "Wir gehen diesem Hinweis nach", sagte der Polizeisprecher. Es werde überprüft, ob eine derartige Warnung an die Radiosender gegeben wurde und von wem.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen berichtete unterdessen von Nachahmern. So sollen drei Kinder in Kempen ein Auto von einer Brücke aus mit einem Lehmklumpen beworfen haben. Nachdem sie den Pkw eines 37-Jährigen trafen, verfolgte dessen Beifahrer die Jungen und hielt sie bis zum Eintreffen der Beamten fest. Über die möglichen Folgen ihres Tuns hatten sich die 12- und 13-jährigen Jungen laut Polizei angeblich keine Gedanken gemacht. Von einer Autobahnbrücke der A 61 nahe Viersen ließ ein 16-jähriger Jugendlicher einen leeren Getränkekarton auf die Fahrbahn fallen. In Süchteln wurde ein hartgekochtes Ei an die Windschutzscheibe eines Lastwagens geworfen. "Die Scheibe riss sternförmig", schilderte der Polizeisprecher.

Auch in Bielefeld ereignete sich ein ähnlicher Fall. Drei Mädchen im Alter zwischen elf und 14 Jahren wurden von einem 33-jährigen Autofahrer gestellt, nachdem sie sein Auto von einer Brücke aus mit einem Stein getroffen hatten. Der Mann gab laut Polizei an, die Kinder dort schon vorher bemerkt zu haben. Als er unter der Brücke herfuhr, habe er einen lauten Knall gehört und dann den Steinschlag in seiner Windschutzscheibe bemerkt. Ein Mädchen habe jedoch angegeben, nur aus Versehen einen Stein mit dem Fuß von der Brücke herunter gestoßen zu haben.

Die Polizei im Kreis Viersen appellierte derweil an die Eltern, mit ihren Kindern über die möglichen Folgen solcher Taten zu sprechen. Man werde alle Werfer anzeigen und zur Verantwortung ziehen. In Anbetracht der tödlichen Gefahr gebe es keinerlei Toleranz für "Brückenwerfer". Das Werfen von Gegenständen auf fahrende Autos sei strafrechtlich ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, betonte die Polizei. Dabei sei es unerheblich, ob tatsächlich ein Schaden entstanden sei.

"Soweit man Brückenwerfer bis heute kennt, machen sie sich keine Gedanken über die Folgen ihres Handelns", sagte auch der Münchner Psychologe Georg Sieber der "Süddeutschen Zeitung". "Menschen, die Dinge von Brücken werfen, tun das in der Regel ohne Tötungsabsicht." Sie brächten die Autos unter der Brücke nicht mit den darinsitzenden Menschen in Verbindung. Meist mache sie die Gelegenheit zu Tätern. "Ich kenne keinen Fall in den 40 Jahren, die ich die Polizei beraten habe, in dem sich ein Täter vorgenommen hat: Jetzt gehe ich zu der Brücke und werfe etwas herunter."

"Taten nicht zu verhindern"

Der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages, Sebastian Edathy (SPD) schlug unterdessen vor, an bestimmten Brücken Überwachungskameras einzusetzen. Er sagte der "Nordwest-Zeitung", solche Videoaufzeichnungen könnten die Strafverfolgung erleichtern. Niedersachsens Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) reagierte zurückhaltend. "Ich denke, solche Überlegungen sind legitim und notwendig, ob man an bestimmten viel befahrenen Stellen neue Gefahrensituation verhindern kann", sagte er der dpa. Ein solcher Vorfall könne aber noch nicht einmal "in einem Überwachungsstaat" verhindert werden. Auch der CDU-Fraktionsvize im Bundestag, Wolfgang Bosbach, glaubt, "dass sich derartige Taten auch in Zukunft nicht mit letzter Sicherheit verhindern lassen".

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.