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Mehr als 10.000 Menschen obdachlos Feuer zerstört Slum in Manila


Ein wahrscheinlich durch einen Kurzschluss ausgelöster Großbrand hat in Manila ein riesiges Slumviertel zerstört. Mehr als 10 000 Menschen seien obdachlos geworden, sagte Bürgermeister Jejomar Erwin Binay am Dienstag.

Durch einen Großbrand in einem Elendsviertel der philippinischen Hauptstadt Manila haben am Dienstag bis zu 10.000 Menschen ihr Dach über dem Kopf verloren. Schätzungsweise mehr als 2000 Familien, das seien rund 10.000 Menschen, seien obdachlos geworden, sagte Manilas Bürgermeister Jejomar Binay. Nach Angaben der Ermittler wurde das Feuer durch einen defekten Elektroherd ausgelöst. Ob es Tote gab, war zunächst unklar.

Nach Angaben des Bürgermeisters ist das Viertel mit seinen unzähligen illegal erbauten Hütten in der Vergangenheit schon vier Mal niedergebrannt. Die Stadtverwaltung kündigte an, die Obdachlosen zunächst in Stadien unterzubringen und anschließend in dauerhaften Unterkünften. In ihren alten Slum sollen sie laut dem Bürgermeister nicht mehr zurück.

In den weitläufigen Elendsvierteln der philippinischen Städte kommt es immer wieder zu verheerenden Großbränden. Erst im Februar waren bis zu 30.000 Menschen bei mehreren Bränden in den Slums von Manila obdachlos geworden. Im Januar kamen bei einem Großbrand zwölf Menschen ums Leben, die meisten davon Kinder. Allein in der Hauptstadt leben 37 Prozent der zwölf Millionen Einwohner in Slums. Laut einer Studie von 2010 wird die Bevölkerung in den dortigen Elendsvierteln in den kommenden vier Jahrzehnten voraussichtlich auf neun Millionen steigt.

AFP/DPA DPA

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