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Reitunglück bei Fackelzug in Lathen: Noch immer Kinder im Krankenhaus

Der nächtliche Fackelausritt sollte der krönende Abschluss der Reiterferien werden. Doch dann gingen alle hundert Pferde durch und verletzten 44 Kinder und Jugendliche zum Teil schwer. Am Sonntag nach dem Unglück befinden sich einige Verletzte noch immer in stationärer Behandlung.

Nach dem schweren Unglück bei einem nächtlichen Fackelausritt im Emsland lagen am Sonntag immer noch Kinder im Krankenhaus. Zwölf Verletzte waren dort am Samstag in Behandlung, und auch am Sonntag waren sie nach Angaben des Reiterhofs noch nicht alle wieder zu Hause. "Es geht ihnen den Umständen entsprechend", sagte am Wochenende ein Mitglied der Inhaberfamilie des Hofes, der den folgenschweren Ausritt organisiert hatte.

Bei einem nächtlichen Ausflug mit über 100 Pferden waren am Donnerstagabend alle Tiere durchgegangen und hatten die Reiter abgeworfen und teilweise niedergetrampelt. 44 Kinder und Jugendliche wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Ein 14-jähriges Mädchen schwebte vorübergehend sogar in Lebensgefahr.

Zu möglichen Konsequenzen aus dem Unfall wollte die Vertreterin des Reiterhofes nicht Stellung nehmen. "Im Moment gehen die Kinder vor", sagte sie. Auf dem Hof Junkern-Beel ging am Wochenende der normale Betrieb weiter. Viele Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt, weil am Montag im benachbarten Nordrhein-Westfalen wieder die Schule beginnt. "Es ist von den Eltern durchweg keine Kritik erhoben worden", sagte die Mitbesitzerin des Hofes.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück leitete wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen des Ponyhofes ein.

Was genau die Massenpanik unter den Pferden auslöste, ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. Nach Angaben des Landkreises Emsland könnte eine zu Boden gefallene Fackel die Pferde erschreckt haben.

DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?