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Rettungs-Aktion für verschüttete Kumpel in Chile beginnt: Bilder von unter Tage für die Angehörigen

Fast vier Wochen nach dem Unglück in einer chilenischen Kupfer- und Goldmine konnten die Angehörigen erstmals mit den 33 verschütteten Kumpel sprechen. Einer der Bergarbeiter machte seiner Frau während der Video-Übertragung einen zweiten Heiratsantrag.

Die 33 in einer Kupfer- und Goldmine in Chile eingeschlossenen Bergarbeiter haben erstmals mit ihren Angehörigen sprechen können. Die Behörden ließen dafür am Sonntag (Ortszeit) ein Kabel durch eine der Versorgungsröhren zu den in 700 Metern Tiefe ausharrenden Männern herab. Die Angehörigen campieren über der Mine San José in der Atacama-Wüste in einem Zeltlager, das sie "Esperanza" (Hoffnung) getauft haben.

Bei den Gesprächen spielten sich bewegende Szenen ab. So nutzte der eingeschlossene Bergarbeiter Esteban Rojas die Gelegenheit, seiner Frau Jessica Yáñez die kirchliche Heirat vorzuschlagen, nachdem beide vor 25 Jahren nur standesamtlich geheiratet hatten. Die Angehörigen waren tief gerührt und sehr erleichtert darüber, dass es den Verschütteten soweit gut gehe.

An diesem Montag soll die Bohrung eines Rettungsschachtes beginnen, durch den die Eingeschlossenen in drei bis vier Monaten an die Oberfläche gebracht werden könnten.

DPA / DPA
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