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Rom: 60 Verletzte bei U-Bahn-Kollision

Bei einem Zusammenstoß zweier U-Bahnen im Zentrum Roms ist mindestens ein Mensch gestorben, etwa 60 Passagiere wurden verletzt, etliche davon schwer. Ein Fahrgast berichtete, der Zugführer habe ein Haltesignal übersehen.

Beim Zusammenstoß zweier U-Bahn-Züge in einer Metrostation in Rom ist ein Passagier ums Leben gekommen. Zeitweise war von zwei Toten die Rede gewesen. Die Agentur AP berichtet von 60 Verletzten, das italienischen Fernsehen hingegen von bis zu 200.

Wie die italienischen Behörden berichteten, ereignete sich der Unfall in der Metrostation Piazza Vittorio Emanuele in der Innenstadt gegen 9 Uhr. Am abgesperrten Unglücksort versammelten sich zahlreiche Schaulustige hinter den Absperrgittern der Polizei.

Ein einfahrender Zug sei mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit auf einen haltenden Zug gerast. Nach Angaben von Augenzeugen hatte der Zugführer ein Haltesignal übersehen. Möglicherweise war aber auch ein Stromausfall die Ursache, hieß es.

"Ich sah ein rotes Warnsignal. Doch wir fuhren sehr schnell in den Bahnhof ein", sagte ein Augenzeuge im italienischen Fernsehen. "Nach dem Aufprall spürte ich einen stechenden Schmerz in den Beinen und im Kopf", berichtete eine Frau. "Überall lagen blutende Menschen auf dem Boden." Wie das Fernsehen weiter berichtet, gelang es den Rettungskräften jedoch in kurzer Zeit, alle eingeklemmten Passagiere aus den Waggons zu befreien.

Teilweise wurden Verletzte von der Feuerwehr vor dem Eingang zum U-Bahnhof auf offener Straße behandelt. Vielen Passagieren gelang es, trotz Schnittwunden und anderer Verletzungen aus eigener Kraft die Waggons zu verlassen. "Andere Menschen wurden ohnmächtig, als sie die blutenden Passagiere sahen", sagte ein Feuerwehrmann. Die Tote sei eine etwa 30 Jahre alte Afrikanerin. Entgegen ersten Meldungen habe aber der Fahrer des in den Bahnhof einfahrenden Zuges überlebt, hieß es. Die Behörden eröffneten ein Ermittlungsverfahren.

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters
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