Sydney Drei Tote nach Schiffskollision


Für die Touristen auf einem Ausflugsboot nahm die Fahrt durch Sydneys Hafen ein jähes Ende: Ihr Boot wurde von einer Fähre gerammt und sank. Drei Menschen starben, acht wurden zum Teil schwer verletzt, ein 14-jähriges Mädchen wird noch vermisst.

Bei der Kollision zweier Schiffe im Hafen von Sydney sind mindestens drei Menschen getötet worden. Ein 14-jähriges Mädchen wurde mehr als zehn Stunden nach dem Unglück noch vermisst, berichtete die Polizei. Mehrere Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden.

Die Opfer waren am späten Abend an Bord eines zehn Meter langen privaten Ausflugsbootes unterwegs. Der Hafen mit der Kulisse der Brücke und des Opernhauses ist eine beliebte Touristenattraktion. Die Passagiere gehörten alle zum australischen Eislaufverband. Ihr Holzboot wurde von einer kleinen Katamaran-Hafenfähre gerammt und sank sofort. Die Unglücksursache ist noch unklar. Die Fähre hatte ihren Dienst schon beendet und beförderte keine Passagiere.

"Chaotische Szene"

Vorbeifahrende Boote kamen den Schiffbrüchigen zu Hilfe. "Da waren Menschen im Wasser, überall waren Wrackteile, die Menschen schrien", berichtete ein Zeuge einem Radiosender. "Das Boot war zerstört. Es war eine chaotische Szene." Acht Menschen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, zwei von ihnen mit schweren Verletzungen, teilte die Polizei mit. Eine Frau habe Teile ihres Beines verloren. Auch ein sechsjähriges Kind sei verletzt worden. Fernsehbilder zeigten Hubschrauber, die mit Suchscheinwerfern den Hafen ausleuchteten. Polizeitaucher suchten nach dem vermissten Mädchen.

Reuters/DPA DPA Reuters

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