Tote Vögel und Meeresschildkröten Vor ägyptischer Badeküste tritt weiter Öl aus

Vor der Küste des ägyptischen Badeortes Hurghada am Roten Meer tritt nach Angaben von Umweltschützern weiterhin Öl aus einer Bohrplattform aus.

Vor der Küste des ägyptischen Badeortes Hurghada am Roten Meer tritt nach Angaben von Umweltschützern weiterhin Öl aus einer Bohrplattform aus. Er habe Informationen, dass aus dem Leck wieder Öl fließe, nachdem es seit Donnerstag vorübergehend geschlossen gewesen sei, sagte der Biologe Ahmed el Drubi, Mitglied der Vereinigung zum Umweltschutz in Hurghada (HEPCA), die die Verschmutzung öffentlich gemacht hatte.

Einige Inseln seien besonders betroffen, dort seien tote, ölverschmierte Vögel und Meeresschildkröten gefunden worden, erklärte El Drubi. Die Inseln seien praktisch unberührt und damit von großer Bedeutung für Tiere und Pflanzen. Auch einige Urlauberstrände wurden verschmutzt.

Ein ägyptischer Regierungssprecher erklärte am Montag, die Menge des ausgetretenen Öls sei "begrenzt", nannte aber keine Einzelheiten. Der Ölteppich sei in der vergangenen Woche entdeckt worden und inzwischen weitgehend eingedämmt, sagte er der amtlichen Nachrichtenagentur MENA zufolge. Der Leiter der Abteilung für Umweltschäden, Mahmud Ismail, erklärte, die Strände würden in wenigen Tagen gesäubert sein. Von den Hotels gebe es nur wenige Beschwerden. Er räumte allerdings ein, die Lage auf den Inseln sei schlimmer. Die HEPCA warf der Regierung vor, sie wolle das Ausmaß der Schäden verschleiern.

Aus Kreisen der betroffenen Ölfirma verlautete, der Ölteppich habe die Küste auf einer Länge von 160 Kilometern verschmutzt. Verursacht wurde die Verschmutzung den Angaben zufolge von einem Leck auf einer Bohrplattform nördlich von Hurghada.

Der Badeort ist eines der wichtigsten Touristenzentren in Ägypten und ein beliebtes Tauchrevier. Die Regierung schwieg tagelang zu dem Ölunfall. Grund dafür ist möglicherweise die Sorge, dass der Ölteppich Touristen verschrecken könnte.

APN APN

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