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Tropensturm: "Alberto" bedroht Florida

Zwölf Tage nach Beginn der Hurrikan-Saison versetzt "Alberto" die Bewohner Floridas in Angst und Schrecken. Der Wirbelsturm gewinnt weiter an Kraft und könnte zu einem Hurrikan werden.

Die US-Behörden haben mehr als 20.000 Bewohner der Golfküste Floridas aufgefordert, sich vor dem Tropensturm "Alberto" in Sicherheit zu bringen. Floridas Gouverneur Jeb Bush rief den Notstand aus, um vorsorglich die Nationalgarde aktivieren und gegen Preistreiberei vorgehen zu können. Der erste Tropensturm der Saison näherte sich am Montagabend mit Geschwindigkeiten bis 113 Kilometern pro Stunde der Küste und drohte als Hurrikan der niedrigsten Stufe eins nördlich von Tampa auf Land zu treffen.

Hausbesitzer versorgten sich mit Kettensägen, Spanplatten und Notvorräten. Die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA stellte Busse zum Transport von bedrohten Bewohnern bereit. Von der Evakuierungsanordnung der Behörden waren Menschen in Wohncontainern und niedrig gelegenen Gebieten in mindestens fünf Küstenbezirken betroffen.

Zeitigster Hurrikan seit 40 Jahren

Am Montag hatte "Alberto" dem Westen Kubas heftige Regenfälle gebracht. Einige baufällige Gebäude stürzten ein, tief liegende Gebiete in der Hauptstadt Havanna wurden überflutet. Berichte über größere Schäden oder Verletzte lagen nicht vor. Nach Angaben des nationalen Hurrikanzentrums wäre "Alberto" der zeitigste Hurrikan seit 40 Jahren in den USA. Der früheste jemals in einem Jahr verzeichnete Hurrikan war am 9. Juni 1966 "Alma". Die Hurrikan-Saison im Atlantik beginnt jeweils am 1. Juni und dauert bis zum 30. November. Die letzte Saison war mit 28 Stürmen und 15 Hurrikane die folgenschwerste in der Geschichte. Allein der Hurrikan "Katrina" kostete in Louisiana mehr als 1.500 Menschen das Leben und zerstörte weite Teil von New Orleans.

DPA/AP / AP / DPA
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