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München Verschüttet im eigenen Bau – alle vier Erdmännchen im Tierpark Hellabrunn sind tot

Vier Erdmännchen schauen in die Luft
Erdmännchen graben sich Höhlen und schlafen auch in ihnen – das wurde den vier Tieren aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn zum Verhängnis
© Tierpark Hellabrunn / DPA
Traurige Nachricht aus dem Tierpark Hellabrunn in München: Die vier Erdmännchen des Zoos wurden in ihrem Bau verschüttet. Die Tiere hatten keine Chance.

Der Münchner Tierpark Hellabrunn trauert um seine Erdmännchen: Bei einem Unfall kamen alle vier Tiere dieser Art in dem berühmten bayerischen Zoo ums Leben, wie dessen Leitung am Freitag mitteilte. Der Tierpark gehe "mit sehr traurigen Nachrichten in das Wochenende", heißt es in der Pressemitteilung. Der Unfall habe sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ereignet.

Die Erdmännchen hätten in ihrer selbst gegrabenen Höhle geschlafen und seien offenbar nachts vom Erdreich verschüttet worden, heiß es in der Mitteilung. Am Donnerstagmorgen seien sie tot von Tierpflegern gefunden worden. Solche Unglücke können den Angaben zufolge den Tieren auch in freier Wildbahn geschehen. Sie buddeln sich im Erdreich selbst ihre Höhlen und leben und schlafen darin.

Verschüttet im eigenen Bau

"Unsere vier Erdmännchen Ruanda, Quodo, Quimbele und Rafiki wurden beim unvorhersehbaren, nächtlichen Einsturz der Höhle überrascht und hatten keine Chance mehr, lebend aus dem Bau zu kommen", sagte der zoologische Leiter in Hellabrunn, Carsten Zehrer, laut der Mitteilung. "Auch wenn so ein Unfall im natürlichen Lebensraum der Tiere, der afrikanischen Savanne, jederzeit genauso vorkommen kann, stimmt dieser vollständige Verlust unserer Erdmännchen natürlich die Hellabrunner Belegschaft sowie zahlreiche Tierparkgäste und Tierpaten sehr traurig", sagte er.

Erdmännchen aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn waren etwa fünf Jahre alt

Erdmännchen sind grabende Erdbewohner und leben vor allem in der afrikanischen Savanne. Die vier gestorbenen Tiere seien jeweils etwa fünf Jahre alt gewesen und hätten seit Ende 2017 in Hellabrunn gelebt, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Derzeit werde die Konsistenz des Bodens in der Erdmännchenanlage überprüft, was einige Zeit dauern werde. Danach wolle man dort neue Erdmännchen ansiedeln.

Auf Twitter zeigten sich viele Nutzer sehr traurig und posteten auch Fotos und Videos von den Tieren, die sie bei früheren Besuchen aufgenommen hatten. "Am Mittwoch hatte ich sie in Hellabrunn noch fotografiert“, schrieb ein Nutzer.

Quellen: Tierpark Hellabrunn, BR, "Merkur.de", DPA

Herzallerliebst: Mini-Erdmännchen entdecken die Welt

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anb DPA

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