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Vorort von New York: Viele Verletzte nach Kollision zweier Züge

Mehr als 70 Verletzte, fünf davon schwer: Zwei Züge sind in der Nähe von New York zusammengeprallt. Einer der beiden war kurz zuvor entgleist. Die Behörden sind auf der Suche nach der Ursache.

Bei der Kollision zweier Vorortzüge während des Feierabendverkehrs am Freitag sind nordöstlich von New York nach derzeitigen Erkenntnissen mindestens 70 Menschen verletzt worden. Fünf Passagiere wurden schwer verletzt, bei drei von ihnen sei der Zustand "sehr ernst", teilte der Gouverneur des Bundesstaats Connecticut, Dan Malloy, mit. Das Unglück ereignete sich nahe der Stadt Brigdeport rund 80 Kilometer nordöstlich von New York aus zunächst ungeklärter Ursache.

Einer der beiden Züge sei entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug zusammengestoßen, teilte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Metro-North mit. Gouverneur Malloy sagte nach einem Besuch am Unglücksort, es gebe "keine Grund" zu glauben, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Allerdings berichtet die "New York Times", dass die Polizei den Fall behandele als wäre es normaler Tatort. Demnach sei der Aufprall der beiden Züge so heftig gewesen, dass Zeugen im ersten Moment von einem Bombenanschlag ausgegangen waren.

Laut der Zeitung "New York Post" wurde auf der Strecke gerade gebaut, so dass statt der üblichen vier, nur zwei Gleise befahrbar waren. Der Verkehr auf der Strecke wurde auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Auch die Amtrak-Fernzüge zwischen den Metropolen New York City und Boston verkehren vorerst nicht.

ono/AFP / AFP
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