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Großbritannien Klippe abgebrochen: Großer Erdrutsch blockiert Strandabschnitt an der Küste von Wales

Das Bild zeigt den Erdrutsch in Nefyn an der Küste von Wales von oben
Der Strandabschnitt der Stadt Nefyn an der Küste von Wales ist nach dem Erdrutsch blockiert
© Anthony Stanley / Picture Alliance
Ein massiver Erdrutsch hat an der Küste von Wales großen Schaden angerichtet. Ein Großteil einer Klippe ist auf einen Strandabschnitt gestürzt. Jetzt suchen lokale Behörden nach der Ursache.

An der Nordküste der Halbinsel Llŷn im britischen Wales hat es einen größeren Erdrutsch gegeben. Eine Klippe löste sich am Montagvormittag im Küstenabschnitt der Stadt Nefyn und Felsen und Schutt verteilten sich quer über den Strand bis in die Irische See hinein. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Die Behörden haben den betroffenen Strandabschnitt weiträumig abgesperrt und forderten in den Sozialen Netzwerken Menschen dazu auf, diesen Bereich vorerst nicht aufzusuchen. 

Auf Bildern war zu sehen, wie einige der Häuser nach dem Erdrutsch gefährlich nahe am Rand der abgebrochenen Klippe standen.

Die britische Politikerin Liz Saville Roberts, die in einem Nachbarort des Küstenstädtchens wohnt, zeigte sich betroffen angesichts des Ausmaßes. "Es ist wirklich schockierend, das Ausmaß des Erdrutsches bei Nefyn heute zu sehen“, kommentierte sie auf ihrer Facebook-Seite das Geschehen. "Ich habe mit dem örtlichen Stadtrat, Gruffydd Williams, und den Beamten von Cyngor Gwynedd gesprochen, um sicherzustellen, dass eine fachliche Beurteilung über den Zustand der Klippen vorgenommen wird und um die Anwohner zu beraten, wie sie sich am besten in Sicherheit bringen können."

Nicht der erste Erdrutsch an der Küste von Wales

Eine Augenzeugin berichtete dem Nachrichtensender BBC, es sei ein lautes Grollen zu hören gewesen, während sich die Klippe löste. Ein Mann, der gerade am Strand entlanglief habe noch rechtzeitig weglaufen können. In den vergangenen Monaten soll es immer mal wieder Felsstürze an der Küste gegeben haben, aber noch nie mit einem solchen Ausmaß.

Was genau den Erdrutsch verursacht hat, ist bislang noch unklar. Man habe Vorkehrungen getroffen und Behördenmitarbeiter seien mit Polizeibeamten vor Ort, um die Klippe zu untersuchen, teilte die Kommunalverwaltung Cyngor Gwynedd Council mit. 

Ende Februar hatte ein Erdrutsch im italienischen Küstenort Camogli in Ligurien Teile des über dem Meer liegenden Friedhofs mit in die Tiefe gezogen. Hunderte Särge und die Überreste der Toten vielen dem Unglück zum Opfer.

Auch in Deutschland kam es vergangenen Monat zu einem Erdrutsch an einem Steilhang am Mittelrhein. Dort wurden zwischen St. Goarshausen und Kestert in Rheinland-Pfalz die Bahnstrecke und die parallel verlaufende Bundesstraße 42 in der Nähe des Loreley-Felsens blockiert. Das lockere Gestein musste gesprengt werden. Bislang waren mehr als zehn Sprengungen nötig. Ab dem 2. Mai soll die gesperrte Güterzugstrecke wieder eingleisig befahrbar sein.

Quellen: Cyngor Gwynedd Council, Facebook, DPA

jek

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