Zugunglück in Südtirol Begraben unter Schutt


Bei dem durch einen Erdrutsch ausgelösten Zugunglück in Südtirol sind nach neuen Angaben mindestens elf Menschen ums Leben gekommen.

Ein Erdrutsch hat am Montag in Norditalien einen Regionalzug zum Entgleisen gebracht und mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Das erklärte der Chef der örtlichen Bahngesellschaft, Helmuth Moroder, laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ANSA. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in der nahe gelegenen Ortschaft Silandro mitteilte. Bei dem Unglück entgleisten kurz nach 9 Uhr die zwei Wagen eines Nahverkehrszugs auf dem Weg von Mals im Vinschgau nach Meran.

Ursache des Unglücks war nach Angaben der Feuerwehr von Bozen ein Erdrutsch. Ausgelöst wurde sie durch das Bersten eines Wasserrohrs im Berghang direkt neben der Bahnstrecke, wie Verkehrsminister Altero Matteoli dem Sender Sky Tg 24 sagte. Auf der anderen Seite der Gleise verläuft der Fluss Etsch. Die Nachrichtenagentur ANSA berichtete, einer der entgleisten Waggons wäre ins Wasser gefallen, wäre er nicht durch Bäume am Ufer abgebremst worden.

Einer der beiden Dieseltriebwagen des Zuges sei unter einem Schutthaufen begraben, sagte Matteoli. "Niemand kann wissen, ob sich darunter weitere Verletzte oder sogar Tote befinden", zitierte ihn die italienische Nachrichtenagentur Apcom aus dem Rundfunkinterview.

APN, AFP

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