Tote und Verletzte in Südtirol Schlammlawine reißt Regionalzug mit


Ein gewaltiger Erdrutsch hat der Fahrt eines Pendlerzugs in Südtirol ein grausames Ende gesetzt und mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Unter den 28 Verletzten sind möglicherweise Deutsche. Ursache des Unglücks ist offenbar ein geplatztes Wasserrohr.

Mindestens neun Menschen sind am Montag bei einem schweren Unglück in Südtirol in Italien ums Leben gekommen. Als sich eine Lawine aus Schlamm und Steinen löste und einen vollbesetzten Zug erfasste, entgleisten beide Wagen, wie die Provinzregierung mitteilte.

28 Menschen seien verletzt worden, sieben von ihnen schwebten in Lebensgefahr, sagte der Provinzpräsident Luis Durnwalder laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Apcom. Unter den Verletzten seien zwei Touristen. Nach italienischen Medienberichten soll es sich um Deutsche handeln, das Auswärtige Amt hatte dagegen keinerlei Hinweise auf deutsche Opfer.

Geplatztes Wasserrohr als Auslöser?

Der Regionalzug war auf dem Weg von Mals im Vinschgau nach Meran, als von dem Berghang neben der Bahnstrecke Geröll und Erdmassen herabstürzten. Nach ersten Informationen könnte eine Beregnungsleitung eines Obstanbaugebietes oberhalb der Schlucht über Nacht geplatzt sein und das ausströmende Wasser das Gelände aufgeweicht haben.

Passagiere sprachen von einem Knall, der kurze Zug sei stehen geblieben. Schlammmassen drangen durch die zerborstenen Scheiben ins Wageninnere. Eine Frau wurde in die Etsch geschleudert, berichtete Südtirol-Online. Alle neun Opfer kamen aus der Region. Sie waren 18 bis 73 Jahre alt.

Leichenbergung äußerst schwierig

"Das ist ohne jeden Zweifel die schlimmste Zugtragödie, die wir jemals in der Provinz Bozen gehabt haben", sagte Durnwalder. Die Leichen mussten unter schwierigsten Bedingungen aus den Schlamm- und Geröllmassen geborgen werden. Die Verletzten wurden auf mehrere Südtiroler Krankenhäuser verteilt.

APN APN

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