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News am Wochenende Laschet: Müssen uns auf wachsende Infektionszahlen einstellen – "aber es wird anders sein"

 CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet
 CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet
© Rolf Vennenbernd / DPA
Die News am Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News am Wochenende im stern-Ticker: 

17.11 Uhr: Zwei Tote und 20 Verletzte bei Angriff auf Militärlager im Jemen

Bei einem Angriff auf ein Militärlager im Südjemen sind nach Angaben der Armee mindestens zwei Soldaten getötet und 20 weitere verletzt worden. Medienberichten vom Sonntag zufolge traf eine Rakete die Moschee des Lagers in der südlichen Provinz Abjan, wo die Regierungssoldaten gerade ihr Mittagsgebet abhielten. Abjan wird von Truppen der jemenitischen Regierung kontrolliert sowie von Separatisten des sogenannten Südlichen Übergangsrats (STC). Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke.

Im Jemen kämpft die Regierung an Seite eines von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses gegen die Huthi-Rebellen. Diese beherrschen den Norden des Landes samt der Hauptstadt Sanaa. Im Süden spielte sich zudem ein Machtkampf ab zwischen Anhängern der Regierung und denen des STC, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt werden. Vergangenes Jahr wurde ein Einheitsregierung gebildet, um diesen Machtkampf zu beenden.

16.39 Uhr: Kambodscha: Elf Trauergäste sterben durch gepanschten Reiswein

Bei einer Beerdigung in Kambodscha sind elf Dorfbewohner an mutmaßlich gepanschtem Reiswein gestorben. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden zehn weitere Teilnehmer der Beerdigung in der Küstenprovinz Kampot ins Krankenhaus eingeliefert - sie hatten ebenfalls von dem selbstgebrannten Alkohol getrunken. Nach Angaben der Polizei litten die Betroffenen unter Schwindelgefühlen. Proben von dem Reiswein sollen nun untersucht werden.

Selbst hergestellter Reiswein ist im ländlichen Kambodscha bei Hochzeitsfeiern, Dorffesten und Beerdigungen eine billige und beliebte Alternative zu kommerziell hergestellten Getränken. Da die Herstellung des Alkohols nur selten kontrolliert wird, kommt es immer wieder zu Methanolvergiftungen auf Feiern. 

16.05 Uhr: USA verfehlen Bidens Corona-Impfziel

Trotz zahlreicher Anreize und einem großen Vorrat an Impfstoffen haben die USA ein von Präsident Joe Biden gesetztes Impfziel verfehlt. Die Regierung wollte erreichen, dass 70 Prozent aller Erwachsenen bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli mindestens eine Impfdosis erhalten. Bisher bekamen jedoch nur 67 Prozent, oder 173 Millionen Menschen, mindestens die erste Impfung, wie Daten der Gesundheitsbehörde CDC am Sonntagmorgen (Ortszeit) zeigten. Gut 58 Prozent aller Erwachsenen sind bereits vollständig geimpft.

Das Weiße Haus hatte bereits Ende Juni eingeräumt, das Impfziel könne zum Unabhängigkeitstag der USA wohl nicht erreicht werden. Der Corona-Koordinator der Regierung, Jeff Zients, sagte dem Sender CNN am Sonntag, er gehe aber nicht davon aus, dass die USA nun ein Plateau erreicht hätten, ab dem es kaum mehr Fortschritte gebe. "Immer mehr Menschen entscheiden, dass sie auch geimpft werden wollen", zeigte sich Zients zuversichtlich. Im Schnitt werden pro Tag in etwa eine Million Menschen geimpft - deutlich weniger als die mehr als drei Millionen Menschen am Höhepunkt der Impfkampagne im Frühjahr.

15.54 Uhr: Papst für geplante Darm-OP im Krankenhaus

Papst Franziskus ist für eine geplante Darm-Operation in einem Krankenhaus in Rom aufgenommen worden. Wie der Heilige Stuhl am Sonntagnachmittag weiter mitteilte, befindet sich das Oberhaupt der katholischen Kirche in der Poliklinik Agostino Gemelli. Demnach handelt es sich um einen Eingriff am Dickdarm. Die Ärzte wollten den Eingriff noch am Sonntag vornehmen. Franziskus hat nach Vatikan-Angaben eine Darmkrankheit. Diese kann mitunter Schmerzen und Beschwerden in der Bauchgegend verursachen.

15.40 Uhr: Familienfeier eskaliert und löst Großeinsatz der Polizei aus

Eine Familienfeier in einem Restaurant im bayerischen Fürth mit rund 50 Anwesenden ist derart eskaliert, dass die Polizei zu einem Großeinsatz ausrücken musste. Nach Angaben der Beamten hatte sich am Samstagabend eine Auseinandersetzung an dem Lokal entwickelt, bei der unter anderem mit einer Schreckschusspistole geschossen wurde. Beinahe 40 Polizisten waren im Einsatz, um die hochaggressive Situation zu beruhigen und die Feier aufzulösen.

Beim Eintreffen der Polizei hatten sich die Anwesenden bereits in mehrere Gruppen aufgeteilt, die Stimmung war teilweise extrem angespannt. Gegen einen Familienangehörigen, der Beamte massiv anging, wurde Pfefferspray eingesetzt. Er wurde anschließend in einem Krankenhaus versorgt, berichtete die Polizei am Sonntag. 

Als mutmaßlicher Urheber der Schüsse wurde ein 59-Jähriger identifiziert, gegen den Mann wird entsprechend ermittelt. Die Feier selbst wurde von den Beamten aufgrund der aufgeheizten Stimmung beendet, sie schlossen vorübergehend auch gleich das ganze Restaurant. Die Ursache des Streits war zunächst unklar.

15.24 Uhr: US-Tourist stürzt in den bayerischen Alpen in den Tod

Ein Tourist aus den USA ist in den Alpen im Berchtesgadener Land in den Tod gestürzt. Der 73-Jährige habe auf dem Jenner (1874 Meter) knapp unterhalb des Gipfelkreuzes das Gleichgewicht verloren und sei etwa 110 Meter durch felsiges Gelände in die Tiefe gefallen, teilte die Polizei mit. Ein aus Hamburg stammender Augenzeuge habe das Unglück am Samstag beobachtet und sei zu dem Verunglückten abgestiegen. Der junge Mann habe sofort mit der Reanimation begonnen. Jedoch sei der 73-Jährige noch an der Absturzstelle seinen Verletzungen erlegen.

Der Tote wurde mit Hilfe eines Polizeihubschrauber geborgen. Ein Kriseninterventionsteam betreute die Begleiter des Mannes. Er war den Angaben nach mit einer Reisegruppe unterwegs. Die Urlauber waren mit der Jennerbahn von Schönau am Königssee in Bayern aus auf den Berg gefahren und von dort zu Fuß zum Gipfel gegangen.

15.21 Uhr: Anwohner: 25 Tote bei Zusammenstößen mit Armee in Myanmar

Bei Zusammenstößen mit der Armee sind in Myanmar nach Angaben von Dorfbewohnern mindestens 25 Zivilisten und Mitglieder sogenannter Verteidigungseinheiten getötet worden. Soldaten seien am Freitag in die Gemeinde Depayin im Zentrum des Landes gekommen und hätten das Feuer auf eine Ansiedlung in der Nähe des Dschungels eröffnet, berichteten Anwohner der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Die Aktion habe örtlichen Anti-Junta-Kämpfern gegolten. 

"Wir haben 26 Mal Artillerie-Feuer gehört", sagte ein Dorfbewohner. Die Mitglieder der "Verteidigungseinheiten" versuchten demnach zurückzuschlagen, hätten aber den Angriff nicht abwehren können. Unter den Toten sind nach Angaben eines Dorfbewohners auch Zivilisten. "Sie haben auf jeden geschossen, den sie gesehen haben." 

Staatliche Medien berichteten von einem Überfall auf eine Patrouille. Die Soldaten hätten einen Angriff "bewaffneter Terroristen" abgewehrt, hieß es in der Zeitung "Global New Light of Myanmar". Von toten Dorfbewohnern ist in dem Bericht nicht die Rede.

15.07 Uhr: Spendenaktion für weinendes Mädchen bringt 33.500 Pfund

Ein Brite hat mehr als 33.500 Pfund für ein kleines deutsches Mädchen eingesammelt, das bei der EM-Niederlage von Deutschland gegen England im Stadion bitterlich geweint hatte. Joel Huges aus Wales hatte eine Spendenkampagne gestartet, nachdem das Mädchen von englischen Fans beim Weinen bejubelt und danach im Internet aggressiv beleidigt wurde.

Hughes wollte damit dem Mädchen zeigen, dass nicht alle Menschen in Großbritannien "schrecklich" seien. Nach dem Spiel war das weinende Mädchen im Fernsehen und auf den Stadionbildschirmen gezeigt worden. In sozialen Medien wurde es mit zum Teil sehr beleidigenden und aggressiven Kommentaren mit Bezügen zum Zweiten Weltkrieg geteilt. Viele Briten hatten das scharf verurteilt, darunter die ehemaligen englischen Fußballer Gary Lineker und Stan Collymore. Ursprünglich hatte Hughes 500 Pfund (ca. 580 Euro) als Ziel der Crowdfunding-Kampagne ausgegeben.

14.45 Uhr: FDP fordert Garantie für Präsenzunterricht nach den Sommerferien

Die FDP fordert eine "Garantie für Präsenzunterricht" im Herbst. "Die Kultusministerkonferenz muss dafür jetzt zusammen mit dem Bund die Vorbereitungen treffen", sagte die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Katja Suding, der Nachrichtenagentur AFP. Die Kultusminister sollten "zeitnah zusammenkommen, nicht erst wieder wie geplant im Oktober". Suding warnte davor, die Fehler aus dem vergangenen Sommer zu wiederholen. "Es ist vollkommen klar, was dringend zu tun ist: Jetzt müssen die Weichen für bessere Hygienekonzepte, Luftreiniger und inzidenzabhängige Lolli-Tests gestellt werden", sagte die FDP-Politikerin.

14.18 Uhr: Papst reist im September nach Ungarn und in die Slowakei

Papst Franziskus reist im September nach Ungarn und in die Slowakei. Vom 12. bis zum 15. September werde er die Slowakei besuchen, sagte das Oberhaupt der Katholiken nach dem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Zuvor werde er am 12. September die Abschlussmesse des Eucharistischen Kongresses in der ungarischen Hauptstadt Budapest feiern.

In der Slowakei will der Papst nach Angaben des Vatikans neben der Hauptstadt Bratislava auch die Städte Presov, Kosice and Sastin besuchen. Obwohl das genaue Reiseprogramm noch nicht feststeht, gibt es keine Hinweise darauf, dass Franziskus bei seinem kurzen Aufenthalt in Budapest Vertreter der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban treffen wird. Der Papst hatte seine Reise nach Ungarn bereits im März angekündigt und dabei betont, dass es sich nicht um einen offiziellen Staatsbesuch handeln werde. 

13.56 Uhr: Laschet: Müssen uns auf wachsende Infektionszahlen einstellen

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) unterstützt die Idee, in der Beurteilung der Corona-Lage wegen des Impffortschritts künftig über die Inzidenzzahlen hinauszuschauen. Diese seien aktuell der Maßstab. Aber viele Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass angesichts der hohen Impfquote die entscheidenden Größenordnungen die Erkrankten seien und die Belastung des Gesundheitssystems, insbesondere der Intensivstationen. "Wie man das künftig angemessen gewichtet, ist noch nicht entschieden. Auch hier stehen wir im Bund-Länder-Kreis im engen Austausch." Mit Blick auf eine mögliche vierte Welle sagte Laschet: "Ich möchte nicht spekulieren. Wir müssen uns auf wieder wachsende Infektionszahlen einstellen, aber es wird dann wohl anders sein, da so viele Menschen in Deutschland inzwischen geimpft sind."

13.52 Uhr: Großbritannien kündigt härtere Strafen für illegale Einwanderung an

Angesichts der Zunahme illegaler Einwanderung über den Ärmelkanal will Großbritannien die Strafen für Migranten und Schleuser verschärfen. Die Höchststrafe für illegale Migration soll von sechs Monaten auf vier Jahre steigen, wie das britische Innenministerium mitteilte. Das Vorhaben ist Teil einer Asylreform, die am Dienstag ins britische Parlament eingebracht werden soll. Der Entwurf sieht auch eine Anhebung der Höchststrafe für Schleuser von derzeit 14 Jahren auf lebenslange Haft vor.

Die britische Innenministerin Priti Patel bezeichnete die Pläne als "fair, aber konsequent". Großbritannien werde Flüchtlinge auf sicheren und legalen Wegen weiterhin willkommen heißen, wolle jedoch den Missbrauch des Asylsystems verhindern und gegen illegale Ankünfte vorgehen.

13.35 Uhr: Britischer Minister Frost sorgt sich um Brexit-Folgen für Nordirland

Der britische Brexit-Minister David Frost sorgt sich wegen des Konflikts um die Umsetzung von Sonderregeln für Nordirland um die wirtschaftlichen Folgen für die Region. Er befürchte, dass das sogenannte Nordirland-Protokoll eine "abschreckende Wirkung" auf Firmen haben könne, sagte Frost im Interview mit dem "Telegraph".

Hintergrund ist die im Nordirland-Protokoll festgehaltene Regelung, dass die britische Provinz auch nach dem Brexit de facto in Zollunion und Binnenmarkt der EU bleibt. Damit sollen Warenkontrollen zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland verhindert werden, um Spannungen in der ehemaligen Unruheprovinz zu verhindern. Doch kontrolliert werden muss nun stattdessen zwischen Nordirland und dem Rest des Vereinigten Königreichs. Das führt zu Schwierigkeiten im innerbritischen Handel, für die sich London und Brüssel gegenseitig verantwortlich machen.

13.30 Uhr: 29-Jähriger ertrinkt bei Hilfsaktion auf Chiemsee

Bei einem Bootsausflug auf dem Chiemsee in Bayern ist ein 29-Jähriger ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Rosenheim mitteilte, ging der Mann bei einer Hilfsaktion für einen ins Wasser gesprungenen Begleiter unter, der nach einem Sprung in den See plötzlich in Schwierigkeiten geraten war. Dieser überstand den Vorfall vom Samstag unbeschadet. Die Rettungsaktion für den 29-Jährigen blieb jedoch vergeblich.

13.00 Uhr: Russland verzeichnet höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Januar

Russland hat mit mehr als 25.000 Neuinfektionen die meisten Corona-Fälle binnen einen Tages seit Januar verzeichnet. Die Behörden gaben 25.142 neue Corona-Fälle bekannt. Zuvor hatten die Behörden zudem an fünf Tagen in Folge neue Höchststände bei der Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen registriert. In Russland breitet sich derzeit die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus aus.

Am Samstag verzeichneten die Behörden 697 Corona-Tote, am Sonntag ging die registrierte Totenzahl dann leicht auf 663 zurück. Manche Experten sagen, die offiziellen Angaben zu den Verstorbenen seien zu niedrig, da beispielsweise nur solche Toten gezählt würden, bei denen sich das Coronavirus als primäre Todesursache nachweisen lasse. 

12.30 Uhr: Wetterdienst: Gewitter und Starkregen bleiben ein Thema

Zu Beginn der Woche muss in Teilen Deutschlands erneut mit Unwettern gerechnet werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet damit, dass von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen Schauer und Gewitter niedergehen, auch drohe Starkregen. Südlich der Donau könnten die Menschen indes mit längeren sonnigen Abschnitten bei Höchsttemperaturen von 21 Grad bis 26 Grad rechnen. Kühler bleibe es mit 18 Grad an der Nordsee und in höheren Mittelgebirgen. In der Nacht zum Dienstag klingen demzufolge Schauer und Gewitter ab. Obwohl im Laufe der Nacht von der Nordsee bis zum Saarland Wolken aufziehen, bleibe es trocken bei Tiefstwerten zwischen 17 und 11 Grad.

12.08 Uhr: Vier Tote bei Waldbrand auf Zypern - 67-Jähriger in Gewahrsam

Mindestens vier Menschen sind bei einem großen Waldbrand auf Zypern am Wochenende ums Leben gekommen. Mittlerweile habe die Feuerwehr die Flammen weitgehend unter Kontrolle gebracht, sagte am Sonntagmittag der zyprische Staatspräsident Nikos Anastasiades bei einem Besuch des Einsatzzentrums in der Ortschaft Skarinou. Mehr als 55 Quadratkilometer Wald, Busch und landwirtschaftliche Flächen seien zerstört worden. Es handele sich um die schlimmste Katastrophe auf der Insel seit Jahrzehnten, sagte Anastasiades.

10.41 Uhr: Rechtspopulistin Le Pen bei Parteitag im Amt bestätigt

Marine Le Pen ist als Vorsitzende des rechtspopulistischen Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung) wiedergewählt worden. Die 52-Jährige erhielt beim Parteitag im südfranzösischen Perpignan gut 98 Prozent der Stimmen. Gegenkandidaten gab es nicht. Le Pen steht seit 2011 an der Spitze der früheren Front National, die sich 2018 in Rassemblement National (RN) umbenannt hatte.

Le Pen will am Nachmittag in einer Rede ihren Kurs erläutern und sich zu ihrer Präsidentschaftskandidatur im kommenden Jahr äußern. Bei den Regionalwahlen vor einer Woche war ihre Partei trotz guter Umfragewerte leer ausgegangen und konnte keine einzige Region für sich entscheiden. Le Pens Partei büßte 30 Prozent ihrer Wähler ein.

9.52 Uhr: Hamburger Fischmarkt nach langer Zwangspause wieder geöffnet

Der berühmte Hamburger Fischmarkt hat nach langer Corona-Pause am Morgen erstmals wieder geöffnet. Von 5.00 Uhr an konnten Nachtschwärmer und Frühaufsteher erstmals seit mehr als 15 Monaten wieder die beliebte Hamburger Attraktion besuchen.

Nach Angaben der Polizei kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung mit Beleidigungen zwischen mehreren jungen Leuten und Mitarbeitern des Bezirksamts. Es seien zwei Platzverweise ausgesprochen worden, eine Person kam in Gewahrsam. Der Fischmarkt in Altona läuft mit Corona-Auflagen im Testbetrieb. Marktschreier und Musiker sind noch nicht erlaubt. Besucher müssen eine medizinische Maske tragen und dürfen nur außerhalb des Geländes essen. Auf einer Länge von 250 Metern und einer Breite von 30 Metern dürfen zudem derzeit nur rund 60 Händler in zwei Reihen ihre Waren anbieten. Üblicherweise sind dort etwa 120 Marktstände aufgebaut.

7.09 Uhr:  Philippinisches Militärflugzeug mit 85 Menschen an Bord abgestürzt

Beim Absturz eines Militärflugzeugs auf den Philippinen sind mindestens 17 Insassen ums Leben gekommen. Das teilte das Verteidigungsministerium des Inselstaats mit. An Bord waren mehr als 80 Insassen. Mindestens 40 Soldaten hätten den Absturz auf der Insel Jolo im Süden des Landes überlebt, sagte Militärsprecher Cirilito Sobejana. 

"Wir tun unser Bestes, um die Passagiere zu retten", betonte Sobejana. Bei dem Unglück sei ein Feuer ausgebrochen. Die Maschine war den Angaben zufolge in der Hauptstadt Manila gestartet und dann über Cagayan de Oro auf der Insel Mindanao nach Jolo unterwegs. Sie transportierte Truppen.

5.24 Uhr: Neue RKI-Zahlen: Corona-Inzidenz erstmals seit Wochen gestiegen

Erstmals seit Wochen ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gestiegen. Sie lag bei 5,0 Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner und damit um 0,1 höher als tags zuvor (4,9; Vorwoche: 5,7), wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.23 Uhr wiedergeben. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem Institut binnen eines Tages 559 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 538 Ansteckungen gelegen.

5.01 Uhr: Französischer Champagner muss sich in Russland nun "Sekt" nennen

Wegen eines Namensstreits könnte Russlands Oberschicht demnächst gezwungen sein, auf ihre liebste Champagnermarke zu verzichten. Die russische Niederlassung des französischen Herstellers Moët Hennessy kündigte die Einstellung seiner Lieferungen wegen eines neuen russischen Gesetzes an, das das Wort "Champagner" russischen Schaumweinen vorbehält, während die berühmten Tropfen aus dem französischen Landstrich Champagne sich schnöde "Sekt" nennen sollen.

3.45 Uhr: Große Mehrheit erwartet schärfere Corona-Maßnahmen im Herbst

Trotz fortschreitender Impfkampagne rechnet eine große Mehrheit der Deutschen im Herbst mit steigenden Corona-Infektionszahlen und neuen staatlichen Beschränkungen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 76 Prozent, dass sie einen Anstieg der Infektionszahlen erwarten. 74 Prozent gehen von einer Verschärfung der Maßnahmen gegen die Pandemie im Herbst aus. Nur 16 Prozent meinen, dass es keine neuen Einschränkungen geben wird. Zehn Prozent machten keine Angaben.

2.45 Uhr: Schlammlawine in Japan: Suche nach Vermissten läuft weiter

Bei anhaltend starken Regenfällen haben Rettungskräfte in Japan die Suche nach Vermissten fortgesetzt, die seit dem Abgang einer gewaltigen Schlammlawine nicht mehr gesehen wurden. Am Sonntagmorgen (Ortszeit) war das Schicksal von rund 20 Menschen weiter ungewiss, wie der japanische Fernsehsender NHK meldete. Heftige Regenfälle hatten am Vortag in dem für seine heißen Thermalbäder bekannten Küstenort Atami in der Präfektur Shizuoka eine gewaltige Schlammlawine ausgelöst. Dabei kamen mindestens zwei Frauen ums Leben. Zehn Häuser wurden zerstört, bis zu 300 weitere beschädigt. Bislang konnten laut NHK zehn Menschen aus Häusern gerettet werden, die vom Schlamm eingeschlossen worden waren.

4. Juli, 1.42 Uhr: Virologin fordert neues Corona-Testkonzept für Schulen nach den Sommerferien

Auf die Regierungen von Bund und Ländern wächst der Druck, vor Beginn des neuen Schuljahrs bessere Vorsorge zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu treffen. Die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) etwa fordert ein neues Testkonzept für Schulen. Es sei "wichtig, auch Kinder und Jugendliche vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 zu schützen", sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Gerade jetzt, denn die Delta-Variante wird nach den Sommerferien sehr schnell durch die Schulen rauschen, wenn wir keine Vorsorge treffen", mahnte Brinkmann. "Leider gibt uns dieses Virus keine Verschnaufpause."

Das waren die Nachrichten vom 3. Juli:

20.00 Uhr: Höchste Alarmstufe trotz Abschwächung: Sturm "Elsa" fegt auf Haiti zu

Der erste Atlantik-Hurrikan des Jahres hat sich in der Karibik abgeschwächt. "Elsa" erreichte auf dem Weg zu der Insel Hispaniola, auf der die Dominikanische Republik und Haiti liegen, nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC in Miami Windgeschwindigkeiten von maximal rund 110 Stundenkilometer. Trotz der Abschwächung warnten Behörden des Gebiets, durch das "Elsa" Richtung Florida bis Anfang der Woche möglicherweise ziehen wird, unter anderem vor heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen.

19.30 Uhr: Experten: Womöglich mehr als 1000 Firmen von Cyberangriff auf IT-Firma Kaseya betroffen

Von der Ransomware-Cyberattacke auf die US-IT-Firma Kaseya könnten Experten zufolge mehr als tausend Unternehmen betroffen sein. Die VSA-Software von Kaseya sei manipuliert worden, "um mehr als tausend Unternehmen zu verschlüsseln", teilte die auf Cybersicherheit spezialisierte Beratungsfirma Huntress Labs mit. Die Cyberattacke ereignete sich vor dem Wochenende, an dem in den USA der Unabhängigkeitstag gefeiert wird.

Das IT-Unternehmen Kaseya hatte am Freitag die Cyberattacke bestätigt und versichert, der Angriff sei eingedämmt worden, so dass nur ein "sehr kleiner Prozentsatz" der Kunden betroffen sei, die das sogenannte VSA-Netzwerk von Kaseya nutzten. Zuvor hatte Huntress Labs erklärt, die Computernetzwerke von rund 200 Firmen seien bei dem Hackerangriff "verschlüsselt" worden. 

19.00 Uhr: Waldbrand in der Nähe der französischen Küstenstadt Narbonne

Wegen eines Waldbrandes bei der südfranzösischen Küstenstadt Narbonne haben die Behörden einen Campingplatz räumen lassen. Wohnhäuser seien bisher von dem Feuer nicht betroffen, sagte Bürgermeister Didier Mouly dem Nachrichtensender BFMTV. Auf Bildern war über der Region eine riesige grau-schwarze Rauchsäule zu sehen. Nach Angaben der Behörden waren mehrere Hundert Feuerwehrleute und mehrere Löschflugzeuge eingesetzt.

18.42 Uhr: Nach Teileinsturz in Florida: Gebäuderuine soll eingerissen werden

Nach dem Teileinsturz eines Wohnkomplexes im US-Bundesstaat Florida haben die Behörden den Einriss des noch stehenden Gebäudeteils angekündigt. Die Sprengung der Ruine sei trotz des andauernden Bergungseinsatzes dringend notwendig, weil der verbleibende Gebäudeteil gefährlich instabil sei, sagte Gouverneur Ron DeSantis. Der Einriss solle baldmöglichst erfolgen, womöglich schon am Sonntag, um der Ankunft der Ausläufer eines gefährlichen Tropensturms zuvor zu kommen.

Die Einsatzkräfte bargen in den Trümmern unterdessen zwei weitere Leichen, womit die Opferzahl auf 24 anstieg, wie die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, erklärte. Mehr als 120 Menschen gelten weiterhin als vermisst, wobei unklar ist, wie viele von ihnen sich zum Unglückszeitpunkt tatsächlich in dem Gebäude in Surfside nahe Miami aufhielten. Der Wohnkomplex war am 24. Juni teilweise eingestürzt.

18.30 Uhr: Protest in Südfrankreich gegen Treffen von Le-Pen-Partei

Mehrere Hundert Menschen haben in der südfranzösischen Stadt Perpignan gegen den Parteitag der rechtsextremen Oppositionspartei Rassemblement National (RN) protestiert. Das berichteten der französische Nachrichtensender Franceinfo und andere Medien. Das Treffen der Partei von Marine Le Pen begann am Samstag und soll am Sonntag zu Ende gehen. Bürgermeister der Stadt unweit der Grenze zu Spanien ist der RN-Politiker Louis Aliot. Le Pen soll bei dem Treffen als Parteichefin bestätigt werden, Gegenkandidaten gibt es nicht. Die 52-Jährige will in neun Monaten bei der Präsidentenwahl wieder antreten, ihr Hauptkontrahent dürfte Amtsinhaber Emmanuel Macron sein.

18.20 Uhr: Hunderte protestieren gegen Inhaftierung von Südafrikas Ex-Präsident Zuma

Hunderte Anhänger des früheren südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma haben vor dessen Anwesen in Nkandla gegen seine bevorstehende Inhaftierung protestiert. Nach einer Verurteilung durch das Verfassungsgericht wegen Missachtung der Justiz muss Zuma am Sonntag eine 15-monatige Haftstrafe antreten. Der 79-Jährige war trotz gerichtlicher Vorladungen mehrfach den Anhörungen einer Anti-Korruptions-Kommission ferngeblieben, die zu Korruptionsvorwürfen aus seiner neunjährigen Amtszeit ermittelt.

17.48 Uhr: 300 Beschäftigte des italienischen Gesundheitswesens klagen gegen Impfpflicht

300 Beschäftigte des italienischen Gesundheitswesens gehen Medienberichten zufolge gerichtlich gegen die Impfpflicht für medizinisches Personal vor. "Dies ist kein Kampf von Impfgegnern, sondern ein demokratischer Kampf", sagte der Anwalt Daniele Granara der Zeitung "Il Giornale di Brescia". Die Klage wurde von Pflegerinnen und Pflegern in Norditalien eingereicht, für den 14. Juli wurde eine Anhörung angesetzt. 

"Wir zwingen Leute, ein Risiko einzugehen unter der Androhung, dass sie ihren Beruf nicht länger ausüben dürfen", sagte Granara, der die Klage mit initiierte. Er vertritt zudem Dutzende Pfleger, die vom Dienst suspendiert wurden, weil sie eine Impfung ablehnten.

17.25 Uhr: Sechs Menschen nach Abgang einer Schlammlawine in Japan gerettet

Nach dem Abgang einer gewaltigen Schlammlawine in Japan sind am Samstag sechs Menschen gerettet worden. Sie befänden sich nicht in Lebensgefahr, berichtete der japanische Fernsehsender TBS in der Nacht. Mindestens zwei Frauen kamen bei dem Unglück in dem für seine heißen Onsen-Bäder bekannten Küstenort Atami ums Leben. Mehrere Menschen wurden noch vermisst. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten wurden durch die widrigen Wetterumstände erschwert. Die Lawine war durch heftige Regenfälle ausgelöst worden. Zehn Häuser wurden völlig zerstört, bis zu 300 weitere beschädigt. Auch in anderen Teilen des Landes verursachten heftige Regenfälle Schäden.

17.15 Uhr: Auto stößt mit Motorrädern zusammen - zwei Tote und drei Verletzte

Bei einem schweren Unfall in Thüringen sind zwei Motorradfahrer getötet und drei weitere Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, überholte ein Autofahrer auf der Straße zwischen Dreiherrenstein und Neustadt am Rennsteig Motorräder. Beim Einordnen geriet der 40-Jährige mit seinem Wagen auf den unbefestigten Seitenstreifen. In der Folge brach das Auto aus, schleuderte in den Gegenverkehr und stieß dort mit zwei entgegenkommenden Motorrädern zusammen. Dabei seien das Auto und zwei Maschinen ausgebrannt, hieß es. Die beiden Motorradfahrer kamen ums Leben. Der Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen. Zudem wurden noch zwei weitere Kradfahrer verletzt.

17.00 Uhr: Fast 50 Migranten im Ärmelkanal aus Seenot gerettet

Bei mehreren Einsätzen an der französischen Ärmelkanal-Küste sind zusammen 47 Migranten aus kleinen Booten gerettet worden. Wie die zuständige Meerespräfektur in einer Erklärung mitteilte, gab es keine Verletzten. Immer wieder versuchen Menschen, mit kleinen Booten von Frankreich aus nach Großbritannien zu gelangen. Der Ärmelkanal gilt unter anderem wegen niedriger Wassertemperaturen als gefährlich. Erst am Freitag hatten französische Retter 111 Migranten aus Seenot in Sicherheit gebracht.

16.31 Uhr: Gleitschirmflieger wird bei Sturz auf Bundesstraße schwer verletzt

Ein Gleitschirmflieger ist im rheinland-pfälzischen Ediger-Eller aus rund zehn Metern Höhe auf die Bundesstraße 49 gestürzt und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war vermutlich ein Strömungsabriss im Landeanflug die Ursache für das Unglück. Der 59 Jahre alte Mann aus dem Hunsrück zog sich diverse Frakturen zu und wurde in ein Krankenhaus geflogen. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Polizei zunächst nicht.

16.18 Uhr: Aktivisten: Sieben Kinder bei Artillerieangriffen der syrischen Armee getötet

Bei Artillerieangriffen der syrischen Armee sind nach Angaben von Aktivisten im Nordwesten des Landes mindestens neun Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien sieben Kinder, teilte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Rund 15 weitere Menschen seien bei den Angriffen in den von Dschihadisten kontrollierten Gebieten in der Provinz Idlib verletzt worden. Zuvor war die Zahl der Toten noch mit acht angegeben worden.

16.17 Uhr: EU hofft auf Aus für die Todesstrafe in den USA

Die Europäische Union begrüßt die Entscheidung der US-Regierung, Hinrichtungen auf Bundesebene auszusetzen. "Dies ist ein erfolgversprechender erster Schritt", teilte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell mit. Man hoffe, dass er zu einem endgültigen Ende der Praxis auf Bundesebene führe und den Weg für die flächendeckende Abschaffung der Todesstrafe in den ganzen USA ebne. "Die Europäische Union lehnt die Todesstrafe jederzeit und unter allen Umständen entschieden ab", sagte der Sprecher weiter. Es handele sich um eine grausame und unmenschliche Bestrafung, die keine Abschreckung darstelle und die menschliche Würde und Unantastbarkeit auf inakzeptable Weise verleugne.

15.44 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Selbstmordanschlag in Mogadischu

Bei einem Selbstmordanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Dutzende weitere wurden bei dem von einem Täter mit Sprengstoffweste verübten Angriff am Freitagabend auf ein gut besuchtes Teehaus verletzt, wie das Informationsministerium mitteilte. Das Lokal liegt nur wenige hundert Meter vom Hauptquartier des somalischen Geheimdienstes entfernt und wird oft von somalischen Sicherheitskräften besucht. Zu dem Anschlag bekannte sich die islamistische Al-Schabaab-Miliz. Nach ihren Angaben gab es dabei 15 Tote und 22 Verletzte. Das Informationsministerium machte ebenfalls die Al-Schabaab-Miliz für den Anschlag verantwortlich. 

15.33 Uhr: Tausende Menschen kämpfen gegen heftige Waldbrände in Russland

Tausende Menschen kämpfen in Russland gegen heftige Wald- und Flächenbrände mit Schwerpunkt im Osten Sibiriens. Allein in der russischen Teilrepublik Jakutien (Sacha) gebe es 196 Feuer in den Wäldern, dort sei eine Fläche von 288 460 Hektar betroffen, teilten die Behörden mit. Das ist mehr als die Größe Luxemburgs. In der dünn besiedelten Region gilt der Ausnahmezustand. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace schickte freiwillige Helfer in das Gebiet – auch zum Schutz des Nationalparks mit den berühmten Lenafelsen, der seit 2012 zum Welterbe der Unesco gehört. In der schwer zugänglichen Region sei die Lage in diesem Jahr besonders schlimm, hieß es.

14.38 Uhr: Bootsunglück: Mehr als 40 Migranten vor Küste Tunesiens vermisst

Nach einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens werden 43 Migranten vermisst. Ihr Boot sei bei der versuchten Überfahrt aus Libyen in Richtung Europa gesunken, sagte ein Sprecher des tunesischen Roten Halbmonds. 84 Menschen seien bei einem seit Freitag laufenden Einsatz gerettet worden. Diese stammten aus dem Sudan, Eritrea und Bangladesch und seien zum Hafen der tunesischen Stadt Zarzis gebracht worden. Die Unterkünfte für Migranten in Tunesien seien überfüllt, sagte der Sprecher.

14.21 Uhr: Tokio kurz vor Olympia besorgt über steigende Infektionen

Drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio bereitet die Infektionslage in der Hauptstadt den Behörden weiter Kopfschmerzen. Am Samstag wurden innerhalb von 24 Stunden 716 Neuinfektionen gemeldet und damit erstmals seit drei Tagen wieder mehr als 700 Fälle. Das sind zugleich 182 Fälle mehr als am Samstag vergangener Woche. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit nunmehr 14 Tagen jeweils über dem Wert des gleichen Tages der Vorwoche. Die Zahl der Infektionen steige derzeit weiter ziemlich an, wurde ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung vom Sender NHK zitiert. Die meisten Neuinfektionen gab es demnach unter Menschen in ihren 20ern.

14.15 Uhr: Stromausfälle während Hitzewelle im Irak – bis zu 50 Grad Celsius

Der Irak wird von einer extremen Hitzewelle erfasst, während der wiederholte Stromausfälle das heiße Wetter für viele Menschen noch unerträglicher machen. In mehreren Teilen des Landes stiegen die Temperaturen in den vergangenen Tagen auf mehr als 50 Grad Celsius. Am Freitag kamen Stromausfälle in Bagdad und weiteren Teilen des Landes hinzu, weshalb häufig auch Klimaanlagen und Wasserpumpen ausfielen. Am Samstag kam es deshalb laut Augenzeugen zu mehreren Protesten etwa nordöstlich von Bagdad sowie in Nasirija im Süden. Die Demonstranten fordern von der Regierung, die Krise rasch zu lösen.

13.50 Uhr: Indonesien verhängt Teil-Lockdown im Kampf gegen Anstieg der Corona-Fallzahlen

In Indonesien sind wegen eines alarmierenden Anstiegs der Corona-Neuinfektionen neue Beschränkungen in Kraft getreten. Seit Samstag gilt in der Hauptstadt Jakarta, auf der Hauptinsel Java und auf der Urlaubsinsel Bali ein Teil-Lockdown. Schulen, Moscheen, Restaurants und Einkaufszentren müssen geschlossen bleiben. Der Unterricht für Schüler findet vorerst nur noch online statt. Unternehmen wurden aufgerufen, ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken.

Auch der öffentliche Nahverkehr wurde eingeschränkt. Inlandsreisen per Bus, Bahn oder Flugzeug sind nur jenen erlaubt, die mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Indonesien hatte sich zuletzt in weniger als einem Montag vervierfacht. Am Freitag wurden mit mehr als 25.000 Ansteckungen und 539 Todesfällen binnen 24 Stunden neue Höchstwerte verzeichnet. 

13.40 Uhr: Behörden in Italien setzen Schiff von Ärzte ohne Grenzen fest

Die Behörden auf Sizilien haben das Seenotretterschiff "Geo Barents" der Organisation Ärzte ohne Grenzen festgesetzt. Am Freitag hätten Kontrolleure in der Hafenstadt Augusta das Schiff über mehrere Stunden inspiziert, teilte Ärzte ohne Grenzen mit. Die "Geo Barents" werde nun wegen Mängeln festgehalten. Ärzte ohne Grenzen sieht nach eigenen Angaben hinter den Kontrollen das Ziel der Behörden, gegen Schiffe von privaten Hilfsorganisationen diskriminierend vorzugehen.

Immer wieder halten die italienischen Behörden Schiffe der privaten Seenotretter fest. Betroffen sind derzeit die "Sea-Eye 4" und die "Sea-Watch 4". Die zuletzt festgesetzte "Sea-Watch 3" bekam nach Angaben einer Sea-Watch-Sprecherin die Genehmigung, in ihren spanischen Heimathafen Burriana zu fahren, um Mängel zu beheben. Oft beanstanden die Behörden ihre Ausrüstung oder dass sie für ihre Einsätze in der falschen Klasse kategorisiert sind.

13.16 Uhr: Früherer EU-Ratspräsident Tusk wird Oppositionsführer in Polen

Der frühere EU-Ratspräsident Donald Tusk hat in Polen vorläufig die Leitung der oppositionellen Bürgerplattform (PO) übernommen. In einem Votum des PO-Nationalrats wurde Tusk zum kommissarischen Nachfolger des zurückgetretenen Parteichef Borys Budka bestimmt, wie ein Parteisprecher mitteilte. Im weiteren Verlauf des Jahres soll dann die neue Parteiführung in einer umfassenderen Abstimmung gekürt werden.

"Ich bin zu 100 Prozent zurück", sagte Tusk vor klatschenden Parteimitgliedern. Der 64-jährige Tusk ist derzeit Vorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP). Er hatte die liberale PO vor zwei Jahrzehnten mitbegründet und war von 2007 bis 2014 polnischer Ministerpräsident.

12.51 Uhr: Wetterdienst warnt vor Gewittern und Starkregen am Sonntag

Am Sonntag müssen sich die Menschen in weiten Teilen von Deutschland auf teils heftige Gewitter mit Starkregen einstellen. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnte vor örtlichen Überflutungen. Tagsüber treffe es zunächst den Westen, bis zum Sonntagabend weiteten sich Schauer und Gewitter auf den Süden und Teile der Mitte aus. Östlich der Elbe bleibt es den Voraussagen zufolge trocken.

In der Osthälfte von Deutschland erwarten die Meteorologen für Sonntag Spitzenwerte bei der Temperatur zwischen 25 und 29 Grad. Im Westen würden 20 bis 25 Grad erreicht. Zum Wochenstart am Montag verschieben sich Schauer und Gewitter laut Wetterdienst zunehmend in den Nordosten. In den übrigen Landesteilen beruhige sich das Wetter dagegen vorerst bei nur noch einzelnen Schauern und einem Mix aus Sonne und Wolken. Die Temperaturen erreichen 24 Grad bis 27 Grad.

11.24 Uhr: Ärzte warnen vor Aufhebung von Corona-Maßnahmen in England Mitte Juli

Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante haben Mediziner vor einer baldigen Aufhebung aller Corona-Maßnahmen in England gewarnt. "Da die Fallzahlen wegen der hohen Ansteckungsrate der Delta-Variante weiterhin alarmierend ansteigen und mehr Menschen sich treffen, macht es keinen Sinn, die Beschränkungen in etwas mehr als zwei Wochen vollständig aufzuheben", sagte Chaand Nagpaul von der British Medical Association dem Sender BBC.

8.56 Uhr: Gewaltige Schlammlawine zerstört Häuser in Japan - Mehrere Vermisste

Eine enorme Schlammlawine infolge sintflutartiger Regenfälle hat in Japan mehrere Wohnhäuser mit sich gerissen. Das Schicksal von rund 20 Menschen war zunächst ungewiss, wie örtliche Medien am Samstag aus dem für seine heißen Onsen-Bäder berühmten Küstenort Atami in der südwestlich von Tokio gelegenen Präfektur Shizuoka berichteten. Rettungskräfte suchten nach den Vermissten. Die Behörden gaben die höchste Warnstufe aus und riefen rund 25.000 Haushalte auf, sich in Sicherheit zu bringen. Das Militär wurde um Unterstützung gebeten. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.

7.00 Uhr: Intensivmediziner: Nicht mehr nur auf Inzidenz schauen

Intensivmediziner sprechen sich dafür aus, bei der Pandemiebekämpfung nicht mehr ausschließlich die Inzidenzwerte in den Fokus zu stellen. "Mit steigender Impfquote ist der Inzidenzwert alleine weniger aussagekräftig, um die potenzielle Gefahr für das Gesundheitssystem messen zu können", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post". "Wir rechnen damit, dass die Inzidenzwerte im Herbst, wie in England aktuell schon der Fall, stärker steigen werden als die Zahl der Intensivpatienten", so der Intensivmediziner.

5.21 Uhr: RKI meldet niedrigste Corona-Inzidenz seit einem Jahr

Erstmals seit rund elf Monaten ist die Corona-Inzidenz unter 5 gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den bundesweiten Wert am Morgen mit 4,9 an (Vortag 5,0; Vorwoche 5,9). Zuletzt hatte der Wert am 30. Juli 2020 mit 4,8 unter der 5er-Schwelle gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten zudem binnen eines Tages 671 Corona-Neuinfektionen, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren 592 Ansteckungen registriert worden. Deutschlandweit wurden nach diesen Angaben binnen 24 Stunden 16 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 68 Tote gewesen.

2.28 Uhr: Baerbock fordert nach Plagiatsvorwürfen mehr Fairness im Bundestagswahlkampf

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat nach den Plagiatsvorwürfen gegen sie mehr Fairness im Bundestagswahlkampf gefordert. Es gebe "Beharrungskräfte, die Veränderung verhindern und sachliche Debatten über die besten Ideen für unser Land überdecken wollen", sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung "Ouest-France". "Ich finde es wichtig, dass demokratische Parteien in Respekt und Anstand miteinander diskutieren - vor allem über die großen Zukunftsfragen."

0.05 Uhr: Hausärzte: Großer Mehraufwand wegen Stiko-Empfehlung zu Astrazeneca

Die Hausärzte beklagen, dass die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Kreuzimpfung mit Astrazeneca sie vor enorme Herausforderungen stellt. "Patientinnen und Patienten sind verunsichert, erfragen, welchen Impfstoff sie nun bei der Zweitimpfung erhalten werden und wollen auch ihren Termin entsprechend vorziehen. Für sie macht es natürlich - gerade mit Blick auf die anstehenden Sommerferien - einen großen Unterschied, ob sie neun bis zwölf Wochen auf ihre Zweitimpfung warten oder nur vier", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Anpassung der Empfehlung habe bereits am ersten Tag in vielen Praxen für einen "enormen Mehraufwand" gesorgt.

0.01 Uhr: Erster Atlantik-Hurrikan der Saison fegt durch Karibik

Der erste Atlantik-Hurrikan des Jahres hat in Teilen der Karibik Zerstörung verursacht. Auf Barbados ließ der Sturm "Elsa" am Freitag Bäume und Strommasten umstürzen, wie die Katastrophenschutzbehörde DEM mitteilte. Nach Angaben des Innenministeriums kam es zu Stromausfällen. Die Wasserversorgung für einen großen Teil der Insel sei zum Schutz der Ausrüstung vorsorglich unterbrochen worden. Am internationalen Flughafen Grantley Adams wurde vorübergehend der Betrieb eingestellt. Nach Medienberichten handelte es sich um den ersten Sturm seit mehr als 60 Jahren, der Barbados mit Hurrikan-Stärke traf.

DPA AFP

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