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Erdrutsche in Guatemala Schlammlawinen töten mindestens 37 Menschen


Von heftigen Regenfällen ausgelöste Erdrutsche haben in Guatemala am Wochenende mindestens 37 Menschen getötet. 40.000 Menschen sind durch die Unwetter obdachlos geworden. Staatschef Alvaro Colom spricht von einer "nationalen Tragödie".

Bei Erdrutschen infolge der schweren Regenfälle in Guatemala sind nach neuen Angaben mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. 23 weitere Menschen würden noch vermisst, sagte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, David de León, am Sonntag (Ortszeit). Außerdem seien etwa 40.000 Menschen durch die Unwetter obdachlos geworden. Wegen der anhaltenden schweren Regenfälle seien die Rettungsarbeiten an einer Straße in der Nähe von Solola im Süden des Landes ausgesetzt worden, sagte de León.

Dort hatte ein Erdrutsch Dutzende Menschen begraben, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Etwa 40 Menschen seien von den Schlammmassen verschüttet worden, als sie den Insassen von fünf Autos und einem Bus helfen worden, die von einem vorherigen Erdrutsch verschüttet worden waren. An dem Unglücksort wurden bereits 18 Leichen geborgen. Die Katastrophenschutzbehörde zählte bislang knapp 200 Erdrutsche im ganzen Land.

Staatschef Alvaro Colom sprach bei einem Besuch in Solola von einer "nationalen Tragödie". Colom hatte am Samstag den nationalen Notstand ausgerufen und geklagt, dass nach den Zerstörungen durch den verheerenden Tropensturm "Agatha" im Mai und den anhaltenden Regenfällen kein Geld mehr zur Katastrophenbekämpfung zur Verfügung stehe.

Ungewöhnlich heftige Regenfälle haben in den vergangenen Monaten auch in anderen Ländern Zentralamerikas Zerstörungen angerichtet. In Honduras starben 55 Menschen, in Nicaragua mindestens 40, in El Salvador kamen neun Menschen ums Leben und in Costa Rica drei. Bis Ende Oktober sind weitere starke Regenfälle zu erwarten.

Reuters/APN/AFP Reuters

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