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Weltgrößter Milchproduzent Fonterra streitet mit Sri Lanka über Testergebnisse


Nach China sollen nun auch Milchprodukte von Fonterra in Sri Lanka verunreinigt sein. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. Es könnte sich um eine politische Kampagne handeln.

Der weltgrößte Molkereikonzern Fonterra hat erneut Ärger mit Milchpulver. Auf Anordnung der Behörden Sri Lankas seien dort im Juli zwei Chargen aus dem Handel genommen worden, sagte Konzernchef Theo Spierings am Sonntag. Das Gesundheitsministeriums habe angegeben, in Proben den Milchpulvers sei die potenziell giftige Chemikalie Dicyandiamid gefunden worden. Spierings wies dies zurück und verwies auf entsprechende Zertifikate. Er sprach von einem Streit über den Preis von Milchpulver, der in Sri Lanka vom Staat festgelegt wird. Dieser wolle ohnehin lieber frische Produkte im Handel sehen. "Deswegen gibt es immer eine gewisse Spannung."

Laut Angaben von Fonterra habe das betroffene Produkt in Sri Lanka einen höheren Bekanntheitsgrad als Coca Cola, berichtet die Zeitung "The New Zealand Herald".

Auch der neuseeländische Ministerpräsident John Key stellte die Untersuchungsergebnisse aus Sri Lanka der Behörden infrage. Es seien schon lange Unterschiede zwischen den neuseeländischen und srilankischen Testergebnissen bekannt, sagte er. Aus Kreisen des Gesundheitsministeriums in Sri Lanka verlautete dagegen, man stehe zu den Testergebnissen. "Wir können es im Falle eines Rechtsstreits beweisen", hieß es.

Fonterra hatte Anfang des Jahres den Nachweis von kleinen Dosen Dicyandiamid in einigen Produkten eingeräumt. Zudem gaben die Neuseeländer vor kurzem bekannt, dass in einigen Chargen aus dem Jahr ein Bakterium entdeckt wurde, das die lebensgefährliche Krankheit Botulismus auslösen kann. Dies führte dazu, dass in zehn Ländern von China bis Saudi-Arabien betroffene Milchprodukte mit möglicherweise kontaminiertem Proteinkonzentrat aus den Regalen genommen werden mussten. Spierings reiste persönlich nach China, um sich zu entschuldigen.

ono/Reuters Reuters

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