Chinesisches Raumfahrtprogramm 2017 soll ein Chinese den Mond betreten


Die Volksrepublik hat nach ihrem zweiten bemannten Raumflug große Pläne: 2017 soll ein Taikonaut seinen Fuß auf den Mond setzen. Es könnte eine Neuauflage des ersten Wettrennens zum Mond werden, denn die USA haben Ähnliches vor.

China will voraussichtlich 2017 zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Menschen zum Mond schicken. Dort sei die Errichtung eines astronomischen Teleskopes sowie die Vermessung des Planeten geplant, zitierte die Zeitung "Southern Metropolis News" am Freitag den führenden Wissenschaftler Ouyang Ziyuan. Den Angaben nach soll bei dieser Expedition zudem untersucht werden, wie viel Helium-3 sich auf dem Mond befindet. Viele Wissenschaftler sehen in diesem Stoff eine ideale Energiequelle, mit der die Welt für tausende Jahre mit sauberem Treibstoff versorgt werden könnte. "Wir werden den zuverlässigsten Bericht über Helium-3 vorlegen, den die Menschheit je gesehen hat", sagte Ouyang dem Blatt zufolge.

Im vergangenen Monat hatte die Volksrepublik Schlagzeilen gemacht, als sie ihren zweiten bemannten Weltraumflug erfolgreich abschloss. Damals kündigte das Land weitere ehrgeizige Ziele in der Weltraumforschung an. Dazu gehört auch der Aufbau einer ständigen Weltraumstation.

Mit dem Ziel eines bemannten Fluges zum Mond dürfte China nun in Konkurrenz zu den USA stehen: Die hatten im September erklärt, mehr als eine Milliarde Dollar zu investieren, um bis 2018 wieder zum Mond zu fliegen. Die USA waren 1969 mit dem Apollo-Programm die erste Nation, die Menschen zu dem Planeten gebracht hatte.

Reuters


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker