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Nasa-Mission "Grail": Unterirdische Magmakanäle auf dem Mond

Blass strahlt der Mond am Firmament, doch in seinem Inneren ging es einst turbulent zu. Das belegt die Mondmission "Grail" der Nasa: Sie entdeckte unterirdische Magmakanäle auf dem Erdtrabanten.

Mit bloßem Auge sind sie nicht zu erkennen: Tiefe unterirdische Magmakanäle durchziehen die Mondkruste. Das zeigen Daten der Mondmission "Grail" der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Die erstarrten Einschlüsse erstrecken sich über eine Länge von mindestens 5300 Kilometern und sind vermutlich entstanden, als der junge Mond sich ausgedehnt hat. Ihren Fund stellen Forscher um Jeffrey Andrews-Hanna im Fachblatt "Science" vor.

Mindestens 22 solcher schnurgeraden Kanäle dehnen sich unter der Mondoberfläche aus. Die erstarrte Magma besitzt eine größere Dichte als der umliegende Mondboden und sorgt damit für eine lokal höhere Schwerkraft. Dank dieser Besonderheit machten sich die unterirdischen Kanäle in den Messdaten bemerkbar. Die Sonden der Mission "Grail" messen seit gut einem Jahr die Anziehungskraft des Mondes.

Blick in die Vergangenheit

Vermutlich seien die Einschlüsse über vier Milliarden Jahre alt und erlaubten erstmals einen Blick in diese frühe Phase der Mondentwicklung, erklären die Forscher. Die kilometertiefen Furchen stützen auch eine Theorie über die Entstehung des Mondes: Demnach soll sich der Radius des jungen Planeten zunächst um 0,6 bis 4,9 Kilometer thermisch ausgedehnt haben, bevor er sich später wieder zusammenzog.

Die "Grail"-Sonden liefern noch weitere wichtige Daten aus dem All: Die Mondkruste selbst ist deutlich leichter als bisher gedacht. Die obere Mondschicht wiegt demnach nur rund 2,5 Tonnen pro Kubikmeter - gut 300 bis 400 Kilogramm weniger als angenommen. Den Messungen zufolge ist die Mondkruste etwa 34 bis 43 Kilometer dick. Das entspricht in etwa der Dicke der kontinentalen Erdkruste.

"Grail" (Gravity Recovery and Interior Laboratory) besteht aus zwei Sonden, die seit 2012 den Mond umkreisen. Die Zwillingssonden messen Schwankungen, die durch die unterschiedliche Schwerkraft der überflogenen Mondregionen entstehen. So lassen sich Krater und Berge ebenso sichtbar machen wie Magmakanäle unterhalb der Mondoberfläche.

ikr/DPA / DPA
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Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg