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Russische Raumsonde: "Phobos-Grunt" trudelt Richtung Argentinien

Mehrere Male hatte die russische Raumfahrbehörde Rokosmos bereits Angaben über Zeit und Ort des Absturzes revidiert. Nach ihren neuesten Berechnungen soll die aus der Bahn geratene russische Raumsonde "Phobos-Grunt" in Einzelteilen in Argentinien einschlagen.

Teile der defekten russischen Raumsonde "Phobos-Grunt" sollen nach neuen Berechnungen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos in Argentinien einschlagen. Der Weltraumschrott werde voraussichtlich um 18.52 Uhr MEZ rund 120 Kilometer westlich der Stadt Rosario im Zentrum Argentiniens zu Boden gehen, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax einen Verantwortlichen des russischen Weltraumprogramms. Demnach wurde aber erst am Abend eine definitive Angabe erwartet. Roskosmos hatte zuvor mehrmals seine Berechnungen über Ort und Zeit des Absturzes revidiert.

Die Raumfahrtbehörde geht davon aus, dass von der 13,5 Tonnen schweren Sonde lediglich etwa 20 bis 30 Teile mit einem Gesamtgewicht von höchstens 200 Kilogramm den Eintritt in die Erdatmosphäre überstehen. Die Sonde war Anfang November gestartet, um auf dem größten Marsmond Phobos Bodenproben zu sammeln. Wegen technischer Probleme nach dem Start verfehlte "Phobos-Grunt" aber die vorgesehene Flugbahn.

kgi/AFP / AFP
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