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Körpergefühl: Zu dick, zu dünn - genau richtig

Die Angst vor Magersucht hat in der Vergangenheit zu heftigen Diskussionen geführt, nun zeigt eine Studie der BgZA, dass alles gar nicht so schlimm ist. Deutsche Jugendliche fühlen sich viel wohler in ihren Körpern als die Magerdebatte hat vermuten lassen.

Knapp die Hälfte der Mädchen und rund 60 Prozent der Jungen in Deutschland fühlen sich wohl in ihrem Körper. Zu dick finde sich jedes vierte Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren, teilte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BgZA) mit. Bei den Jungen klagte nur jeder Achte über zu hohes Gewicht. Das gängige Schönheitsideal vom schlanken Menschen beeinflusse Mädchen offenbar sehr viel stärker als Jungen, berichten die Gesundheitsexperten. Dabei sei das Gefühl, diesem nicht gerecht zu werden und zu dick zu sein, vom Alter unabhängig.

Auch dünn sein kann ein Fluch sein

"Ich finde mich zu dünn", sagten 7 von 100 Mädchen und 13 von 100 Jungen. Die Studie belege, dass die Jugendlichen hier zu Lande "ein relativ entspanntes Verhältnis zum eigenen Körper" hätten, hieß es. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Emnid 2500 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren.

Den Forschern zufolge werde ein attraktives Äußeres mit zunehmendem Alter immer wichtiger für die Jugendlichen: So wachse bei den Mädchen der Anteil derer, die sich gern stylen von 68 Prozent der 14-Jährigen auf 75 Prozent bei den 15-Jährigen. Bei den Jungen verlaufe der Anstieg nicht in einem so deutlichen Sprung, schreiben die Autoren. Hingegen messen Jungen mit steigendem Alter der Fitness eine wachsende Bedeutung zu.

Sichere Umgebung - gesundes Selbstbild

Einen wichtigen Einfluss auf das Körperempfinden von Jugendlichen habe das Elternhaus, heißt es in der Studie. "Offensichtlich haben Mädchen und Jungen, die sich von ihren Eltern angenommen fühlen und zu Hause über eine gute Vertrauensbasis verfügen, auch die Chance, zu ihrem Körper ein besseres Verhältnis zu entwickeln."

DPA / DPA
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