"Domino Day" Erschossener Spatz erregt Tierschützer


Weil er 23.000 Dominosteine zum Umstürzen brachte, haben Mitarbeiter der TV-Show "Domino Day" einen Spatz erschossen. Tierschützer verlangen eine öffentliche Entschuldigung.

Nach dem Todesschuss auf einen Spatz verlangt der Deutsche Tierschutzbund eine Entschuldigung von "Domino Day"-Moderatorin Frauke Ludowig live im Fernsehen. In der Show sollen so viele Dominosteine wie nie zuvor umkippen, nämlich 4.321.000. Bei den Vorbereitungen hatte am Montag in der Halle im holländischen Leeuwarden der Spatz 23.000 Steine zum Umkippen gebracht und war mit einem Luftgewehr erschossen worden.

"Eine Aussage von Ihnen könnte viele Zweifel am Image und der Einstellung zum Tierschutz von RTL ausräumen, auch wenn die Tatsache an sich tragisch und kritikwürdig bleibt", hieß es in einem Schreiben des Tierschutzbundes an Ludowig, die die Sendung am Freitag auf RTL präsentieren wird.

Kondolenz-Website eingerichtet

Der Todesschuss schlägt noch immer Wellen: In den Niederlanden hat der Moderator einer kleinen Radiostation dazu aufgerufen, das Ereignis am Freitagabend zu stören. Endemol-Produzent Wilhelm Bol sagte auf Anfrage, davor habe er keine Angst: "Wir sind nicht weltfremd, und ich glaube, wir haben die erforderlichen Maßnahmen getroffen."

Im Internet wurde sogar eine Kondolenz-Seite eingerichtet, auf der sich so mancher aber auch über die Aufregung lustig macht. Am Donnerstagmorgen manipulierten Unbekannte die Seite, so dass dort kurzzeitig Pornografie erschien.

DPA DPA

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