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ASTRONOMIE: Unsere Sonne, gestochen scharf

Auf den bisher schärfsten Aufnahmen der Sonne haben schwedische Forscher zuvor unbekannte Strukturen am Rand von Sonnenflecken entdeckt.

Auf den bisher schärfsten Aufnahmen der Sonne haben schwedische Forscher zuvor unbekannte Strukturen am Rand von Sonnenflecken entdeckt. Die Flecken sind umrahmt von zahlreichen fadenförmigen Gasströmen. Die nun entdeckten dunklen Regionen im Zentrum dieser so genannten Filamente sind nur je etwa 90 Kilometer breit, wie die Astrophysiker um Göran Scharmer von der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm im britischen Fachjournal »Nature« (Bd. 420, S. 151) berichten. Eine Erklärung für die Entstehung und die Funktion der dunklen Seelen in den Gas- Filamenten haben die Forscher noch nicht.

Die Entdeckung gelang den Forschern mit einem neuen Sonnenteleskop auf den Kanarischen Inseln. Auf früheren Sonnen-Aufnahmen ließen sich Strukturen dieser Größe nicht auflösen. Die Sonne ist rund 150 Millionen Kilometer entfernt.

Die dunklen Strukturen würden sich wahrscheinlich als wichtiger Schlüssel zum Verständnis der Fleckenränder, der so genannten Penumbra erweisen, heißt es in einem »Nature«-Begleitartikel.