Ausstellung Weltgrößtes 360-Grad-Panorama versetzt in den Himalaya


Wer den Mount Everest besteigen will, braucht nicht mehr bis in den Himalaya zu reisen. In Leipzig entstand in einem ehemaligen Gasometer das weltgrößte 360-Grad-Panorama und zeigt den einzigartigen Blick vom höchsten Berg der Erde.

Mount-Everest-Expeditionen können ab Samstag nach Leipzig aufbrechen: In einem ehemaligen Gasometer ist die Bergwelt des höchsten Gipfels der Erde auf dem weltgrößten 360-Grad-Panorama abgebildet. Besucher werden in begleitenden Ausstellungen mit der Geschichte des Berges und der buddhistischen Religion bekannt gemacht.

Jochen Hemmleb, der als Kurator für die Everest-Ausstellung verantwortlich zeichnet, zeigte sich am Freitag tief beeindruckt: "Ich bin selbst schon bei zwei Everest-Expeditionen dabei gewesen, und was hier geschaffen wurde, ist so nah dran an dem, was man dort erlebt." Der dreidimensionale Eindruck, den das Panorama vermittle, sei atemberaubend. Die von ihm betreute Ausstellung solle durch die Präsentation von Fundstücken und Fotos vom höchsten Gipfel der Welt diesen Eindruck unterstützen.

Der höchste Berg im Gasometer

Wie Peter Koßmagk von den Stadtwerken Leipzig sagte, gab die Idee des Projektleiters Yadegar Asisis den Ausschlag dafür, dass der im Besitz seines Unternehmens befindliche ehemalige Gasspeicher saniert wurde. Bisher seien rund 900.000 Euro in die Restaurierung des historischen Bauwerks investiert worden, insgesamt wolle man 1,5 Millionen Euro für die Erhaltung des Gasometers ausgeben. "Wir hatten auch zuvor schon Anfragen, ob das Gebäude für Events und Veranstaltungen genutzt werden könnte, aber kein Konzept war so überzeugend", lobte er Asisi.

Der Projektleiter hatte nach eigenen Angaben auch in London nach einer Ausstellungsmöglichkeit gesucht. "Schließlich haben die Engländer den Erstbesteiger Edmund Hillary als einen der ihren für sich vereinnahmt, obwohl er ja Neuseeländer war", erläuterte er. In der britischen Metropole habe er jedoch kein geeignetes Objekt für das Riesenpanorama gefunden, wo die Verwirklichung der Idee auch bezahlbar gewesen wäre. Dass die Wahl schließlich auf Leipzig fiel, hängt nach seinen Worten nicht nur damit zusammen, dass er in dem Gasometer einen idealen Raum gefunden hat. Zugleich wolle er damit daran erinnern, dass es in Sachsen eine reiche Bergsteiger-Tradition gebe.

50. Jahrestag der Erstbesteigung

Das Projekt wurde anlässlich des 50. Jahrestages der Erstbesteigung des Mount Everest entwickelt. Das Panorama und die Ausstellungen im Gasometer in der Leipziger Richard-Lehmann-Straße werden bis zum Jahresende zu sehen sein. Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr, montags ist Ruhetag.


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