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Echaurren-Gletscher: Riesiger Gletscher in Chile schmilzt rasant

Der Echaurren-Gletscher droht einer Studie zufolge in den kommenden fünfzig Jahren zu schmelzen. Er deckt gut zwei Drittel des Wasserbedarfs der Hauptstadt Santiago de Chile.

Die Eisfelder schrumpften um bis zu zwölf Meter im Jahr, heißt es in einem Bericht des wichtigsten Wasserversorgers des Landes, DGA. DGA-Gletscherexperte Antonio Vergara sagte, bei der derzeitigen Abschmelzrate seien der Echaurren und einige kleinere Gletscher in der Nähe der Hauptstadt innerhalb der kommenden fünfzig Jahre verschwunden.

Unter anderem werden die wichtigsten Wasserquellen für Santiago de Chile, der Maipo-Fluss und einige seiner Zuflüsse, alle aus dem Echaurren-Gletscher gespeist. Das Verschwinden der Gletscher werde die Chilenen zwingen, nach neuen Wasserquellen zu suchen und daher zu einer großen Wanderungsbewegung der Bevölkerung führen, warnte Vergara. Der Echaurren-Gletscher, rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt an den westlichen Hängen der Anden gelegen, gehört zu den zehn meistuntersuchten Gletschern der Welt.

AFP / AFP
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