Flugzeugträger versenkt So entsteht das größte künstliche Riff der Welt


25 Jahre stand der Flugzeugträger "Oriskany" im Dienst der Navy - nun wurde er versenkt. Das Wrack soll Meerestieren Lebensraum und Tauchern eine Spielwiese bieten: als größtes künstliches Riff der Welt.

Die US-Marine hat vor der Küste von Florida einen ausgemusterten Flugzeugträger versenkt, der das größte künstliche Riff der Welt bilden soll. Die 266 Meter lange "USS Oriskany" ging am Mittwoch nach 37 Minuten unter. Zuvor hatte die Marine mehrere Löcher in das rostige Wrack gesprengt hatte.

An der Zeremonie im Golf von Mexiko, knapp 40 Kilometer vor Pensacola Beach, nahmen auf mehreren Booten hunderte Veteranen aus dem Korea- und dem Vietnamkrieg teil.

Versenken war billiger als verschrotten

Das 20 Millionen Dollar (15,53 Millionen Euro) teure Projekt war wegen ungünstiger Wetterbedingungen seit zwei Jahren immer wieder verschoben worden. Für Taucher sollte das jetzt auf dem Meeresgrund liegende Schiff frühestens am Freitag freigegeben werden. Die "Oriskany" war von 1950 bis 1976 in Betrieb und unter anderem im Koreakrieg im Einsatz.

Es ist das erste Mal, dass ein derart großes Schiff planmäßig versenkt wurde - das rostige Wrack zu verschrotten wäre teurer gewesen als die Versenkung im Meer. Zuvor musste das Schiff aber von Asbest, Öl, Teer und anderen Schadstoffen befreit werden. Jetzt rostet der Flugzeugträger in 70 Metern Tiefe vor sich hin - als Spielwiese für Taucher und Lebensraum für Meerestiere.

AP AP

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