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Mutterersatz im Zoo Neunkirchen Das Känguru aus dem Jutebeutel


Als seine Mutter starb, fand ein Känguru-Baby ein neues Zuhause in einem Leinenbeutel. Den trägt eine Tierärztin jetzt mit sich herum - oder sie hängt ihn einfach ans Regal.

Eine Leinentasche ersetzt einem Känguru-Baby im Zoo Neunkirchen den Beutel seiner toten Mutter. Die Mutter des sechsmonatigen Tieres sei Anfang Mai nach mehrwöchiger Krankheit verendet, sagte Zoopädagoge Christian Andres am Freitag. Seitdem ist Zootierärztin Henrike Alma Gregersen die Ersatz-Mama: Sie gibt dem Bennett-Känguru das Fläschchen und trägt es in einer Leinentasche als Ersatzbeutel mit sich herum. "Wenn ich im Büro bin, hänge ich den Beutel einfach ans Regal", sagte Gregersen.

Das Känguru namens Spunk entwickele sich "sehr gut". Es habe von einem Anfangsgewicht von 700 Gramm auf rund 1,7 Kilo zugelegt. "Es ist über den Berg", sagte die Ärztin. Das Jungtier krabbele auch schon aus der Tasche, wenn diese am Boden liege. Und im Streichelzoo des saarländischen Tierparks könne das Känguru in der Nähe von Kaninchen und Ziegen seine ersten Hüpfer machen.

ono/DPA DPA

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