Spinne des Jahre Die Große Zitterspinne ist Spinne des Jahres 2003


Mit der Wahl soll auf eine nützliche Tiergruppe hingewiesen werden, die von vielen Menschen unbegründet als gruselig empfunden wird, begründete das Kuratorium aus Spinnenforschern seine Wahl.

Die Große Zitterspinne ist die Spinne des Jahres 2003. Mit der Wahl soll auf eine nützliche Tiergruppe hingewiesen werden, die von vielen Menschen unbegründet als gruselig empfunden wird, begründete das Kuratorium aus Spinnenforschern am Freitag seine Wahl. Gleichzeitig werde damit zum Schutz dieser Tiere aufgerufen.

Die hellgrau-beige gefärbten Großen Zitterspinnen (Pholcus phalangioides) mit bis zu fünf Zentimeter langen, dünnen Beinen sitzen in jedem Haus meist unter der Zimmerdecke. Weltweit gibt es laut Angaben etwa 37 000 echte Spinnenarten.

Spinnen tragen laut Kuratorium zum biologischen Gleichgewicht bei, indem sie Mücken, Fliegen sowie Schädlinge vertilgen. Mit den Augen fixiert die Spinne ihre Beute, um sich dann auf sie zu stürzen. Es sei sehr schade, dass ein Großteil Bekanntschaft mit dem Staubsauger machen müsse, sagte Sprecher Wohlert Wohlers. Die Große Zitterspinne mit ihren acht Beinen und eben so vielen Augen sei ungefährlich und harmlos.

Der Name der Großen Zitterspinne geht auf ihr Verhalten zurück: Fühlt sich die Spinne mit dem nur einen Zentimeter langen, zweigeteilten Körper beobachtet oder gestört, schwingt sie sich in ihrem Netz hin und her. Mit diesem Zittern macht sie sich unsichtbar.

Zitterspinnen werden nach Einschätzung der Arachnologischen Gesellschaft, in der sich Spinnenforscher zusammengetan haben, oft mit den ähnlich langbeinigen Weberknechten verwechselt. Diese können jedoch wegen fehlender Spinnendrüsen keine Netze spinnen und gehören zu einer anderen Klasse.

Es ist bereits die vierte Spinnen-Kür. In den Vorjahren wurden die Listspinne (2002), die Wespenspinne (2001) sowie die Wasserspinne (2000) von dem Kuratorium gewürdigt.


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