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Kürzeste Distanz seit 246 Jahren: Gleich zwei Kometen fliegen dicht an der Erde vorbei

Zuletzt im Jahr 1770 kam uns ein Komet so nahe wie die beiden jüngsten Besucher: Am Montag und Dienstag flitzen gleich zwei Schweifsterne nur knapp an der Erde vorbei.

Symbolbild: Komet Lovejoy rast mit türkisfarbenem Schweif durchs Weltall

Im Januar erst flitzte der Komet Lovejoy an der Erde vorbei - hier fotografiert über der Wüste von Neu Mexiko (USA)

Der Erde steht ein ungewöhnliches Spektakel bevor: Gleich zwei Kometen fliegen zu Wochenbeginn kurz nacheinander an unserem Planeten vorbei. Nach Einschätzung der US-Weltraumbehörde Nasa könnte es sich um eine Art Zwillinge, Teile eines einst größeren Kometen, handeln. Der als 252P/LINEAR bekannte Komet werde die Erde bereits am Montag in einem Abstand von 5,2 Millionen Kilometern passieren, teilte Paul Chodash vom Jet Propulsion Laboratorium der Nasa in Pasadena (Kalifornien) am Sonntag mit. Er hat einen Durchmesser von etwa 230 Metern.

Am Dienstag folge der erst im Januar entdeckte und etwa halb so große P/2016 BA14 in ähnlicher Laufbahn, aber nur 3,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Vor ihm seien nur zwei andere bekannte Kometen der Erde so nahe gekommen, heißt es in einer Mitteilung aus Pasadena: einer davon, Komet D/1770 L1 (Lexell), im Jahr 1770 und der andere, Komet C/1983 H1 (IRAS-Araki-Alcock), 1983. Die bevorstehende "Tuchfühlung" bedeute keine Gefahr für die Erde, betonte Chodash. Der Abstand beider Kometen zur Erde sei sicher.

Mit bloßem Auge zu sehen sind die Kometen nicht. Dies sei nur mit Hochleistungsteleskopen möglich, hieß es von der Nasa.

jen / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?