WM im Hotdog-Essen Schlucken, nicht kauen!


Knapp 54 Wurstbrötchen in zwölf Minuten: Mit dieser einzigartigen Leistung hat ein Japaner die WM im Hotdog-Essen gewonnen. Kriegsentscheidend war sein berühmtes "Kobayashi-Wackeln".

Der Japaner Takeru Kobayashi (27) hat zum sechsten Mal in Folge die Weltmeisterschaften im Hotdog-Essen gewonnen. Im New Yorker Strandbad Coney Island verschlang er 53 3/4 Wurstbrötchen in zwölf Minuten und brach damit seinen eigenen Rekord von 2004 (53 1/2 Hotdogs). Anders als in früheren Jahren musste er diesmal jedoch hart um die WM-Trophäe, den senfgelben Gürtel, kämpfen: Sein amerikanischer Konkurrent Joe Chestnut ging anfangs in Führung und unterlag ihm schließlich nur knapp mit 52 Hotdogs. Eine weitere starke Teilnehmerin war Sonya Thomas (37) alias "Die Schwarze Witwe".

Die Weltmeisterschaften werden seit 1916 jedes Jahr am amerikanischen Unabhängigkeitstag ausgetragen. Kobayashi hat die Technik entwickelt, die Wurstbrötchen in zwei Hälften zu reißen, möglichst platt zu drücken, dann auf einmal in den Mund zu stopfen und dank seiner wohltrainierten Kehlmuskulatur ohne zu kauen hinunterzuschlucken. Damit das Essen besser rutscht, führt er dabei das in Fachkreisen bewunderte "Kobayashi-Wackeln" aus. Außerdem trinkt er viel Wasser.

George Shea, Präsident der Internationalen Schnellesser-Föderation, beschreibt das Wettschlingen als "physische Poesie". Verglichen etwa mit Tennis sei es ein "sehr fundamentaler Sport" ohne Hilfsmittel und Regelwerk: "Da steht einfach ein Mensch, und der verwandelt einen grundlegenden Aspekt des Überlebens in eine Kunstform."

DPA DPA

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