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Zwischenfall vor Berliner Synagoge: Mann bedroht Wachschutz mit Spielzeugpistole

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg hat ein französischer Tourist mit einer Spielzeugpistole auf Objektschützer einer Synagoge geschossen. Der stark alkoholisierte Mann konnte überwältigt werden.

Vor der Synagoge im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ist es am Donnerstag zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Ein Mann kniete sich mit gezogener Pistole vor die beiden dort stationierten Objektschützer der Polizei und drückte ab, wie Polizeisprecher Stefan Redlich am Abend sagte. Einer der Polizisten des Objektschutzes erkannte demnach, dass es sich lediglich um eine Spielzeugschusswaffe handelte. Die Polizisten überwältigten den Mann. Wie sich herausstellte, war der Tourist stark betrunkene. Er kam zur Ausnüchterung in Gewahrsam.

Der aus Frankreich stammende Tourist gab bei einer Befragung an, dass er sich nur einen Spaß habe machen wollen. Ob er überhaupt wusste, dass er sich vor einer Synagoge befand, ist unklar.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Besucher der Synagoge waren laut Polizei zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Objektschützer der Polizei stehen vor Gebäuden, die als besonders gefährdet gelten, darunter Synagogen, der Zentralrat der Juden und die israelische Botschaft.

fle/DPA/AFP / DPA