Postkarte mit den „Gebrüdern Wolf" Ludwig (l.) und Leopold, jenen jüdischen Komödianten, die wie keine anderen eine hamburgisch-norddeutsche Volkstümlichkeit erfanden. Die Familie Isaac, wie man bürgerlich hieß, stammte aus der Neustadt und sorgte in den Theatern an der Reeperbahn für Aufsehen, das Operettentheater St. Pauli gehörte ihnen sogar. Mit ihrem plattdeutschen Couplet „An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüdelband", da sbis heute als heimliche Hymne der Hansestadt gilt, schrieben sie sich in die Geschichte ein. Der Erfolg der „Jungs von der Waterkant" war den Nationalsozialisten besonders ein Dorn im Auge, 1939 erhielten sie Auftrittsverbot, Bruder James, der die Strophen des Liedes geschrieben hatte, wurde nur vier Jahre später im KZ Theresienstadt ermordet.
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